Fußball

Rapid ist im Derby jünger und um 14,7 Millionen „wertvoller“

Nur noch 190 Karten gab es Samstagmittag für das 335. Derby am Sonntag im Hütteldorfer Allianz-Stadion. Die letzten sechs Wiener Duelle verlor Rapid nicht, blieb damit zweieinhalb Saisonen gegen den Erzrivalen Austria ungeschlagen, der in den letzten acht Auswärtsspielen gegen Grün-Weiß keine Niederlage erlitt. In den letzten 16 Derbys gab es nur einen Heimsieg. Den von Austria im Dezember 2018, der sehr hoch (6:1) ausfiel.

Rapid wird vermutlich zum dritten Mal hintereinander mit der gleichen Startelf beginnen, bei Austria wird es Umstellungen gegenüber dem 2:1 gegen Wolfsberg geben, weil Innenverteidiger Lukas Mühl nach der Gelbsperre wieder dabei, Manfred Fischer nicht mehr krank ist. Von der Papierform spricht sowohl nichts für die erste Austria-Niederlage im Allianz-Stadion, aber auch nichts gegen den ersten Sieg Rapids. Vor allem nicht der Marktwert. Da hätte Rapid mit der erwarteten Startformation mit 24,9 Millionen einen „Vorteil“ von 14,7 gegenüber den 9,2 der Austria. Könnte auch daher kommen, dass Rapid mit einem Durchschnittsalter von 22,8 jünger als die Austria (24,0) ist.  Rapid stellt mit Yusuf Demir den Spieler im Derby mit dem höchsten Marktwert (acht Millionen), gefolgt von Marco Grüll (fünf). Rapid hat mit Demir, Grüll, Emanuel Aiwu, Filip Stojkovic, Dejan Petrovic, Robert Ljubicic und Ferdy Druijf sieben Spieler mit einem siebenstelligen Marktwert, die Austria mit Martel, Youngster Matthias Braunöder und Mühl nur drei. Mertel hat mit zwei Millionen den höchsten.

Demir ist mit 18 Jahren auch der jüngste Spieler im Derby, zudem mit 1,73 Meter, auch der kleinste. 19 Jahre jung sind Martel und Braunöder, 20 bei Rapid Martin Moormann und Bernhard Zimmermann, bei Austria Can Keles. Kapitän Markus Suttner ist mit 34 der älteste Spieler im Derby. Punkto Körpergröße hat die Austria einen kleinen Vorteil. Im Schnitt 1,83 Meter groß gegen 1,82 bei Rapid. Zumindest zu Beginn stellt aber die Heimmannschaft mit Druijf (1,90 Meter) den größten Spieler, weil Austrias Riesen Johannes Handl (1,96) und Christian Schoissengeyr (1,95) wahrscheinlich auf der Bank beginnen. Rapid verlor zwar seine besten Torschützen Ercan Kara und Taxiarchis Fountas, aber Grüll (Bild oben) kann mit dem torgefährlichsten Austrianer, Marco Djuricin, mithalten. Beide kamen auf je sieben Treffer. Den besten Wert punkto Toren hat allerdings Rapids Youngster Zimmermann. Allerdings nach nur drei Partien. In denen er dreimal traf. Ob er diesen Schnitt von einem Tor pro Spiel noch länger halt?

Die anderen zwei Partien der Meistergruppe stehen im Schatten des Derbys. Für Wolfsberg wäre es ein Erfolg, sollte es beim Abpfiff gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg so stehen wie im Cupsemifinale am Mittwoch, das erst im Elfmeterschießen verloren ging. Nämlich 1:1. Salzburg muss den am Oberschenkel verletzten Karim Adeyemi, der auch für Deutschlands Länderspiele gegen Israel und Holland ausfällt, ebenso vorgeben wie den gesperrten Torschützen vom Cup, Benjamin Sesko, bei Mo Camara bestehen Chancen auf seinen Einsatz. Trainer Matthias Jaissle wusste, dass einiges besser als Mittwoch gelingen muss, um eine Topleistung zu bringen. Für Sturm Graz geht es gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt um den zweiten Sieg in diesem Jahr, der Platz zwei zurückbringen könnte. Im Spiel des Friedens: Für jede verkaufte Karte geht ein Euro an die Ukraine-Unterstützung. 8000 waren Samstag verkauft.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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