Die Schlager in der zweiten Runde des deutschen Pokals heißen Dienstag Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dotmund, ein Duell von zwei Champions League-Teilnehmern und Mittwoch 1. FC Köln gegen Bayern München. So attraktiv ist das Achtelfinale im österreichischen Uniqa-Cup nicht: Es beginnt Dienstag mit Kapfenberg – Altach, Blau Weiß Linz – Hartberg und Stripfing-LASK, geht Mittwoch mit Admira gegen Sturm Graz, Schwarz-weiß Bregenz-Ried, Amstetten – Titelverteidiger Wolfsberg und SKN St. Pölten – Rapid weiter, wird Donnerstag mit Red Bull Salzburg-WSG Tirol beendet. Eigenartig, dass Stripfing, der Zwölfte der zweiten Liga, den LASK im fast 100 Kilometer entfernten Wr.Neustadt empfängt und nicht nur 40 Kilometer entfernt in Wien am FAC-Platz, wo der Klub aus dem Marchfeld ansonst seine Heimspiele austrägt. LASK-Trainer Didi Kühbauer: “ Wir müssen genauso motiviert wie Stripfing sein!“ Wolfsberg kann in Amstetten mit Kapitän Dominik Baumgartner im Abwehrzentrum beginnen. Der Strafsenat der Bundesliga gab Montag dem Einspruch der Kärntner gegen die gelb-rote Karte aus dem Spiel gegen Sturm statt – alles andere wäre falsch und ungerecht gewesen.
Am interessantesten werden die Spiele in Niederösterreich. Die Admira ist die einzige ungeschlagene Mannschaft im österreichischen Profifußball, spekuliert gegen den Meister und Tabellenführer auf eine Überraschung. Trainer Thomas Silberberger holte sich Tipps von Peter Pacult, der Sonntag mit Wolfsberg in Graz gewann und weiß, was man gegen den Favoriten tun muss, um zu überraschen. Nur wird das für die Admira sicher schwerer, umzusetzen, als für Wolfsberg. St. Pölten gegen Rapid wird das einzige Achtelfinalspiel, das ausverkauft ist: 7800 Zuschauer werden Zeugen eines „Furkan-Duells“. Bei St. Pölten stürmt die Rapid-Leihgabe Furkan Dursun, bei Rapid verteidigt Furkan Demir.
Wie wichtig Rapid der Aufstieg ins Viertelfinale ist, zeigt die Absage von Peter Stögers Assistent Thomas Sageder bei Österreichs U 17-Team, bei dem er in der ungeschlagenen Qualifikation gegen Deutschland, Spanien und Norwegen die rechte Hand von Teamchef Hermann Stadler war. Statt Dienstag nach Katar zur WM-Endrunde zu fliegen, bereitet er das Cupspiel vor. Sageder verzichtet wegen der angespannten Lage in Hütteldorf auf die WM. Das spricht für seinen Charakter, wird auch Stöger freuen, der stets betont, wie wichtig ihm der Austausch mit Sageder ist, ist aber bezeichnend für die grün-weiße Unsicherheit. Denn ursprünglich galt die Zusage, dass Sageder den Job in Katar erledigen kann. Auch wenn er möglicherweise erst Mitte November zurückgekommen wäre, wenn die U 17 die hohen Erwartungen erfüllt und in die k.o.-Phase kommt.
Foto: Gepa/Admiral.