Fußball

Rapids Erinnerungen an Ostern und Schiedsrichter Gishamer

Das Spitzenspiel der Qualifikationsgruppe brachte Freitagabend einen Wechsel an der Spitze. Altach führte in Ried bis zur 62. Minute 2:0, verlor aber noch 2:3 (1:0), womit die Innviertler Altach überholten und nun Sechster sind. Knackpunkt war die unnötige rote Karte für Altachs Stürmer Ousmane Diawara nach 56 Minuten. Gegen zehn gelangen Rieds zur zweiten Hälfte eingewechseltem Torjäger Kingstone Mutandwa ein Hattrick innerhalb von 31 Minuten.  Die ersten Treffer erzielte er per Kopf, dann verwandelte er in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter. Bei dem Referee Alain Sadikovski dem gefoulten Ante Bajic zunächst wegen einer angeblichen Schwalbe die gelbe Karte zeigte, nach Intervention von VAR Isa Simsek aber auf Elfmeter entschied. Mutandwa verlor mit Sambia zu Wochenbeginn noch in Buenos Aires gegen Weltmeister Argentinien und Lionel Messi 0:5. Eine ereignisreiche Woche für ihn.

Bringt am Ostersonntag auch das Spitzenspiel der Meistergruppe einen Führungswechsel? Dazu müsste der zweite Rapid in Hütteldorf Tabellenführer Sturm Graz bezwingen. Vor 18 Jahren feierte Rapid am Ostersonntag einen historischen Sieg, übernahm mit dem legendären 7:0 (5:0)-Auswärtssieg über Red Bull Salzburg mit Trainerstar Giovanni Trapattoni sechs Runden vor Schluss die Tabellenführung, feierte danach noch fünf Siege, wurde mit sechs Punkten Vorsprung auf die „Bullen“ zum bisher letzten Mal Meister. Drei Tore erzielte damals Jimmy Hoffer, zweimal traf Stefan Maierhofer, je einmal Ümit Korkmaz und Kapitän Steffen Hofmann, jetzt Rapids Geschäftsführer. Positive Erinnerungen gibt es auch an den Ostersonntag 2021: Am 50. Geburtstag des damaligen Trainers Didi Kühbauer gelang ein 8:1 (2:1)-Kantersieg in Wolfsberg, bei dem die Kärntner ab der 29. Minute mit nur zehn Mann spielten. Der Grieche Taxiarchis Fountas, der inzwischen bei Ofi Kreta spielt,  traf dreimal, je einmal Ercan Kara und Yusuf Demir. Beide werden Samstag zum Kader gehören, aber sicher nicht in der Startelf stehen.

Schlechte Erinnerungen gibt es an Ostern des letzten Jahrs. Drei Tage nach dem Scheitern im Viertelfinale der Conference League durch die 1:4-Heimpleite gegen Djurgarden gab es Sonntag in Wolfsberg eine 1:5-(1:1-)Abfuhr. Verursacht auch durch die rote Karte von Torhüter Niklas Hedl nach 27 Minuten wegen einer angeblichen Notbremse außerhalb des Strafraums, die nicht einmal ein Foul war. Es war das vorletzte Spiel von Robert Klauß als Rapid-Trainer. Schiedsrichter Sebastian Gishamer gab danach im Sky-Interview zu (Bild), dass es keine richtige Entscheidung war. Sonntag pfeift der Salzburger Referee Rapid gegen Sturm.

 

Foto: Sky Sport Austria.

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