Fußball

Rapids Kapitän Dibon erneut operiert! Adeyemi im deutschen Flugchaos

Nach der Länderspielpause meldet sich die Bundesliga mit der ersten Runde nach dem Ende der Transferzeit am Samstag zurück. Unter anderem mit dem Westderby am Innsbrucker Tivoli zwischen WSG Tirol und Red Bull Salzburg und mit Rapid gegen Admira. Etwas brisant wegen der Person von Andi Herzog. und wegen Emanuel Aiwu. Erstmals als Trainer kommt Herzog als Gegner von Grün-Weiß nach Hütteldorf. Zu seinen Spielerzeiten gab es diese Konstellation nie. Kein Thema ist für dieses Spiel und in den nächsten Wochen Rapids-Kapitän mit  Admira-Vergangenheit: Christopher  Dibon musste neuerlich am linken Knie operiert werden. Der 30 jährige als Dauer-Pechvogel, was er schon nicht mehr hören kann. Aber es war bereits die vierte Operation, seit er 2014 zu Rapid kam, damit der achte längerfristige Ausfall.

Die gesamte letzte Saison versäumte Dibon nach einer Kreuzbandoperation. Der letzte Einsatz war am 28. Juli in der Qualifikation für die Champions League beim 0:2 in Prag gegen Sparta. Danach bat er selbst Trainer Didi Kühbauer um Versetzung in die zweite Mannschaft, da er ein intensiveres Training, als während der englischen Wochen im August möglich war, benötigte, um wieder zu seinem Rhythmus zu finden. Einmal spielte er in der zweiten Mannschaft. Aber es gab bei voller Belastung Probleme im operierten Knie. Deshalb gab es diese Woche einen arthroskopischen Eingriff, der erfolgreich verlief. Wie lange die Pause dauern wird, will niemand prophezeien. Dieser Aspekt macht es noch verständlicher, dass sich Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic sehr um Admiras talentierten Innenverteidiger Emanuel Aiwu bemühte und ihn auch bekam, als er sein ursprüngliches Angebot an die Admira von 600.000 Euro Ablöse etwas erhöhte.  Ob Aiwu Samstag gegen den Ex-Klub bei Rapid debütieren wird? Erste Wahl im Abwehrzentrum sind vorerst sicher Leo Greiml und Dibons Stellvertreter als Kapitän, Max Hofmann.

Meister Salzburg hat andere Probleme, sprich die Rückkehr der Legionäre wenige Tage vor dem Start in die Champions League am Dienstag in Piz Juan-Stadion beim FC Sevilla, der Samstag n der La Liga dort den FC Barcelona empfängt. Brendon Aaronson erhöhte seinen Marktwert durch zwei Tore für die USA in der WM-Qualifikation für Nord und Mittelamerika: Beim 1:1 gegen Kanada erzielte er in Nashville das Führungstor, in der Nacht auf Donnerstag gelang ihm in San Pedro Sula beim 4:1 gegen Honduras das 3:1. In zehn Länderspielen erzielte Aaronson damit fünf Tore. Freitag saß er in einem vom US-Verband gecharterten Flieger, der die Europa-Legionäre nach London brachte. Von dort flog er nach München.

Viel länger im Flugzeug als gewollt saß Karim Adeyemi beim Rückflug vom 4:0 Deutschlands gegen Island in Reykjavik. Die gecharterte 28 Jahre alte Boeing 737 der litauischen Billig-Airlinie Klasjet startete Freitag um ein Uhr früh in Islands Hauptstadt, setzte Stunden später über Schottland wegen Problemen mit dem Notstrom-Aggregat den Notruf 7700 ab, der bei medizinischen und technischen Problemen üblich ist. Daher gab es eine Landung in Edinburgh. Dort mussten die Spieler stundenlang bis Freitag Mittag, rund zehn Stadion an Bord bleiben, bis eine Ersatzmaschine aus Deutschland gelandet war, mit der es zurück nach Frankfurt und München ging. Wo Adeyemi um 16.25 landete. Den Bayern-Stars Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Serge Gnabry, die Freitag früh mit der Linie (Iceland-Air) von Reykjavik nach München zurückflogen, blieb dies alles erspart. Sie landeten bereits um 12.55 Uhr.

223.054 Zuschauer kamen in den ersten sechs Runden der Bundesliga in die Stadien. Das macht einen Schnitt von knapp 6200 pro Spiel. Zu den Besucherzahlen in den Zeiten vor Corona fehlen 7,4 Prozent. Was in puncto Sicherheit Ligavorstand Christian Ebenbauer besonders wichtig ist: Es kam zu keiner Infektion durch einen Spielbesuch. Sechsmal wurde das Contact Tracing in Gang gesetzt, weil Zuschauer am Tag nach dem Match einen positiven Test hatten. Das bedeutet, dass sie bereits am Spieltag infiziert waren. Die 3 G-Kontrollen an den Eingängen funktionieren offenbar. In der sogenannten roten Gruppe von Spielern, Trainern und Betreuern blieben 97,8 Prozent der Personen ohne Infektion.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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