Fußball

Rapids Verfolger resignieren: Was weiß Kühbauer von weiteren Abgängen?

Vor den letzten vier Runden sechs Punkte Vorsprung auf den Dritten Sturm, sieben auf den Vierten LASK, zehn auf Wolfsberg – mit dem zweiten Sieg gegen WSG Swarovski Tirol in vier Tagen, dem 3:2 (1:0) am Innsbrucker Tivoli, avancierte Rapid zum Sieger der Runde. Die Verfolger resignieren offenbar, lassen durchblicken, nur noch Chancen auf Rang drei zu sehen. Wie Sturms Trainer Christian Ilzer nach dem 0:9 gegen den LASK in Pasching: „Rapid ist etwas davon gerannt“, gestand er. Und darum sah auch Rapids Trainer Didi Kühbauer in Innsbruck keinen Grund, über die letzten vier Runden groß nachzudenken. Oder darüber, warum sich Rapid die Sache gegen die Tiroler und ihre „Ersatzabwehr“ selbst so schwer machte: „Man hat deutlich gesehen, dass beide Mannschaften nicht die frischesten sind. Aber es gibt nur drei Punkte und die waren absolut verdient.“

Überzeugend war es nicht, wie Rapid die drei Punkte holte. Einerseits stimmte die Effizienz nicht, sonst hätte der Vorsprung schon zur Pause höher sein müssen. Es traf nur zum zehnten Mal in der Saison Christoph Knasmüllner, dem „Notverteidiger“ Randy Smith den Ball am Strafraum gerade zu ideal auflegte. Attackierte wurde Knasmüllner bei seinem Linksschuss auch nicht. Aber auch Rapid hatte seine Wackler in der Defensive. Die es Tirol zweimal ermöglichten,  auszugleichen. Das 1:1 erzielte sogar ein Rapidler Matteo Barac produzierte im Luftduell per Kopf ein Eigentor zum 1:1. Ein unmotivierter Ausflug von Tormann Richard Strebinger (oben) bis an die Strafraumgrenze sorgte für das 2:2. Warum er den Ball mit dem Kopf klären wollte statt ihn in die Hände zu nehmen, bleibt  Strebinger Geheimnis. Sein Hang zu Kopfbällen ist aber auffällig.  Tirols „Notabwehr“ machte es möglich, dass Rapid jeweils nur vier Minuten nach dem Ausgleich wieder in Führung gehen konnte. Zunächst durch Kelvin Arase der damit der Tradition treu blieb, immer zu treffen, wenn er am Tivoli spielt. Dann durch Taxiarchis Fountas, der Arase zwei Minuten nach dessen Tor ersetzte,  mit einem Prachtschuss. Sein erstes Tor seit er sich von seinen blond gefärbten Haaren getrennt hat. Die Vorarbeit zu beiden Treffern kam von Thorsten Schick.  Der avanciert zu Rapids Assistkönig: Neun Tore fielen nach seinen Passes oder Flanken.  Diesmal gab´s keine Diskussionen, warum Yusuf Demir erst nach 64 Minuten kam, weil er nicht zwei Tore erzielte. Aber das kann man nicht immer erwarten.

Die ausstehenden Runden: Zunächst  Wolfsberg im Allianz-Stadion, dann gibt´s die Auswärtsspiele beim Meister Red Bull Salzburg und in Graz gegen Sturm, zum Abschluss kommt der LASK nach Hütteldorf. Die sechs Punkte Vorsprung müssten reichen, um zum zweiten Mal hintereinander hinter Salzburg Zweiter zu werden. Mehr geht nicht. Kühbauer ließ nur noch etwas aufhorchen, als ihn „Sky“ auf den Transfer von Kapitän Dejan Ljubicic zum 1. FC Köln ansprach: „Ljubicic ist nicht der einzige  Spieler, der wechseln wird.“ Weiß er schon von  weiteren Abgängen oder rechnet er nur damit?

Foto: Wien Energie/Gepa.

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