Fußball

Was macht Schopp nach Säumels Wechsel zu Foda? Er passt zu Salzburg!

Dienstag Abend sicherte Hartberg vier Runden vor Schluss den Klassenerhalt, was für einen Klub dieser Größenordnung keine Selbstverständlichkeit  ist. Überholte wieder die Austria, führt in der Qualifikationsrunde, ist auf Kurs Richtung Europacup-Play-off. 14 Stunden später meldete der  ÖFB den neuen Assistenten von Teamchef Franco Foda. Die Wahl fiel auf den Jürgen Säumel, früher Spieler von Foda bei Sturm Graz, seit 2018 an der Seite von Markus Schopp, seit er Hartberg trainierte. Hartbergs Obmann Erich Korherr stimmte der Vertragsauflösung mit Säumel zu, wofür sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel herzlich bedankte. Säumel bestritt 20 Länderspiele für Österreich, war Legionär in Italien (Torino, Brescia) und in Deutschland (MSV Duisburg), kam bei der Heim-EM 2008 dreimal zum Einsatz. Beim 0:1 gegen Kroatien von Beginn an, gegen Polen und Deutschland wurde er eingewechselt. Zuletzt trug  er 2012  den Teamdress. Dienstag zeigte ihn „Sky“ mit seinem Computer auf Hartbergs Trainerbank. Den wird er auch im neuen Job brauchen: „Jürgen Säumel ist sehr gut  in der Analyse und hat einen sehr loyalen Charakter!“ meinte Foda. Säumel wird daher wie sein Vorgänger Imre Szabics gemeinsam mit dem Teamchef für die Analyse der Gegner zuständig sein.

Aber Säumels Wechsel hat noch eine andere Seite: Ist er dem Ruf von Foda vielleicht auch deshalb gefolgt, weil er wusste, dass sein Freund Schopp nach dieser Saison die erfolgreiche Tätigkeit in Hartberg beendet? Die Vermutung hat wegen Säumels Loyalität etwas für sich. Schopp will seine Entscheidung Anfang Mai Korherr als Erstem sagen, in den letzten Saisonen wartet er länger, bis er seine Zukunft klärte. Welche Möglichkeiten hätte Schopp in der Bundesliga? In Wien ist die Austria auf Trainersuche. Aber dort ist so vieles ungeklärt und in Schwebe, dass sich Schopp dies wohl nicht antun wird. Nach aktuellem Stand werden die Möglichkeiten in Violett nicht entscheidend größer als in Hartberg sein, nur die unrealistischen Erwartungen.

Die zweite Möglichkeit wäre Salzburg. Marc Janko nannte  ihn unlängst im Sky-Studio als eine Möglichkeit, wenn Salzburg einen Trainer sucht. So weit ist es jetzt. Schopp hat bei Salzburg gespielt,  Beim Meister hat man auch registriert, wie konsequent Schopp seine Spielphilosophie in Hartberg durchzog und damit Erfolg hatte. Schopp und der Meister, das könnte passen. Auch wenn er sich mehr an Ballbesitz orientiert als am Salzburger Pressing-Stil. Schopp spielte nach  seiner Italien-Zeit, nach vier Saisonen bei Brescia, in denen er auch mit Pep Guardiola spielte, 2005/06 in Salzburg, danach bei den Red Bulls in New York. Salzburgs Sportchef Christoph Freund wollte nicht die Namen vom möglichen Nachfolge-Kandidaten kommentieren.  Bezeichnete, eine interne Variante, sprich Rene Aufhauser, eine mögliche sei: „Aber es gibt viele gute Trainer!“ Zu denen Schopp zählt. Freund  versicherte, dass bei seinen vielen Telefonaten in den letzten 24 Stunden keines mit Oliver Glasner dabei war. Und er selbst auch nächste Saison in Salzburg tätig sein wird.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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