Wenn Österreichs Eishockeyteam noch eine Verstärkung aus Nordamerika für die Weltmeisterschaft in Zürich bekommt, dann nur durch Vinzenz Rohrer (Bild). Teamchef Roger Bader hofft, dass der Vorarlberger Stürmer noch vor dem Startspiel gegen Großbritannien am Samstag in der Schweiz eintrifft. Mit Laval schied er im Play-off der American Hockey League aus, er selbst will nahe seiner Heimat unbedingt spielen. Er kennt ja die Swiss Life Arena aus insgesamt 101 Spielen mit den ZSC Lions mit je 22 Toren und Assists bestens. Nicht zu rechnen ist mit Verteidiger Dominik Reinbacher, der schon beim letzten Play-off-Spiel von Laval verletzt fehlte, wochenlang pausieren muss.
Wenn der 21 jährige Rohrer seine dritte WM bestreitet, dann wird Bader noch einen Spieler aus dem WM-Kader streichen müssen. Das kann einen der neun Verteidiger oder einen der 13 Stürmer treffen. Von zwölf, die letztes Jahr bis ins WM-Viertelfinale kamen, fallen acht aus. Daher sind mit Tim Harnisch von Meister Graz99ers, Max Rebernig vom Villacher SV, Leon Wallner von den Vienna Capitals sowie den Youngsters aus den nordamerikanischen Juniorenligen, Leon Kolarik (18) und Ian Scherzer (19) , fünf WM-Neulinge im Kader. Die 19-jährigen Kolarik und Scherzer überzeugten Bader im Training und bei den Testspielen. Wenn Rohrer kommt, werden sie nicht gestrichen. Baders WM-Assistenten, Kirk Furey und Christoph Brandner, werden nächste Saison beim KAC ein Duo sein: Furey wie zuletzt als Head Coach, Brandner als neuer Co-Trainer.
Bei Meister Graz ist die Trainerfrage geklärt: Der Kanadier Dan St. Lacroix, der ein Thema beim deutschen Meister Eisbären Berlin ein Thema gewesen sein soll, bleibt. Die Vinna Capitals verpflichteten einen neuen Center: Der 33 jährige Konstantin Komarek kehrt nach zehn Saisonen in Schweden, der russischen KHL und der Schweiz nach Österreich zurück. Der Wiener absolvierte 367 Einsätze mit 169 Scorerpnkten in Schwedens Topliga, mit Lulea war er 2021/22 Vizemeister und ein Jahr später im Finale der Champions League. Der 33jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag. In der ICE-League spielte Komraek zuvor von 2012 bis 2016 beim EC Red Bull Salzburg, wurde zweimal Meister. Vor sieben Jahren beendete er seine Teamkarriere. Beleidigt, weil er nicht zur Powerplay-Formation gehörte.
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