Erstmals seit elf Jahren gewann Österreichs Eishockeyteam sein Startspiel bei der A-WM: Das 5:2 (3:2, 2:0, 0:0) gegen Großbritannien bedeutete nicht nur den perfekten Start, den ersten Schritt zum Klassenerhalt, sondern auch die Revanche für das bittere 2:4 vor zwei Jahren in Prag, als Roger Baders Team durch eine Niederlage gegen die bereits als Absteiger feststehenden Engländer den Aufstieg ins Viertelfinale verpasste, den sie ein Jahr später nachholten. Ein wichtiger Faktor für den Sieg war, dass der erste Sturm mit Kapitän Peter Schneider, der zum besten Österreicher gewählt wurde, Center Benjamin Nissner und Dominic Zwerger sehr gut funktionierte. Sonntagnachmittag kann das erste Ziel bei dieser WM schon erreicht werden, wenn ein Sieg gegen Ungarn gelingt. Dann spielt Österreich auch 2027 in der A-WM. Ungarn hielt Samstag gegen Finnland im ersten Drittel das 0:0, verlor dann 1:4 (0:0, 1:3, 0:1).
Schon nach 9:47-Minuten schien alles gelaufen. Die österreichischen Fans unter den 7974 Zuschauern in der Swiss Life Arena, unter denen auch der verletzte Marco Rossi war, stimmten Jubelgesänge an. Österreich führte 3:0. Nissner sorgte nach Assist von Zwerger für die schnelle Führung nach 2:50-Minuten, nach genau sechs Minuten fälschte Schneider einen Schuss von Nissner zum 2:0 ab. Das 3:0 von Paul Huber (Bild) war der erste Treffer der zweiten Linie mit Thimo Nickl und Gregor Biber in der Verteidigung, Huber, Center Vincenz Rohrer und Lucas Thaler im Angriff. Aber wie aus dem Nichts erzielte England binnen 37 Sekunden zwei Tore gegen den etwas überraschend aufgebotenen Davd Kickert- Nach 16:10 Minuten führte Österreich nur noh 3:1. Alles wieder offen Es kam ein bisschen Nervenflattern auf _ bis zum vierten Tor, mit dem Schneider nach Assist von Zwerger wieder für Ruhe sorgte. Und dann traf auch noch, wie von Bader prophezeit, die vierte Linie mit den WM-Debütanten Leon Kolarik, Leon Wallner und Tim Harnisch. Wallner von den Vienna Capitals freute sich über seinen ersten WM-Treffer.
„Wir haben unseren Spielplan gut umgesetzt, auch wenn nicht alles pefekt war. Jeder Einzelne hat eine unglaubliche Leistung aufs Eis gesetzt. Ungarn wird sehr unangenehm, ähnlich wie die Briten“, prophezeite Kapitän Schneider. Bader, der mit vier Linien durchspielte, fand den Sieg hochverdient, 50 von 60 Minuten gut: „Sonntag beginnt es wieder bei null. So wie gegen England müssen wir auch gegen Ungarn spielen, das geradlinige, schnelle Eishockey.“ Auch das Schussverhältnis beim Startsieg sagt einiges – 33:20 für Österreich.
Foto: IIHF/Riguette.