Gelungener Start in ihre zweite Saison in der deutschen Bundesliga für die Österreicher bei Hoffenheim: Trainer Christian Ilzer und Sportchef Andreas Schicker konnten über einen verdienten 2:1 (1:1)-Auswärtssieg nach 0:1-Rückstand gegen Vizemeister Leverkusen bejubeln. Damit ist die Hoffenheimer Pleitenserie gegen Leverkusen nach fünf Runden gestoppt, obwohl Ilzer im Verlauf der Partie drei verletzte Defensivspieler ersetzen musste. Im Duell der runderneuerten Mannschaft machte Hoffenheim den besseren Eindruck: „Bei uns herrscht eine Riesenfreude“, zeigte sich Ilzer zufrieden, „das war in vielen Bereichen gut anzusehen!“ Dafür sorgte ein Ex-Austrianer: Fisnik Asllani, 2023/24 von Hoffenheim nach Wien verliehen, dabei nach einem Sehnenanriss zwei Monate außer Gefecht, wurde von Schicker und Ilzer im Sommer nach einer Saison bei Zeitligist Elversberg zurückbeordert. Mit links erzielte Asllani in seinem Bundesligadebüt (Bild) sein erstes Tor, das den Ausgleich bedeutete, nach d er Pause bereitete der Teamspieler des Kosovo das Siegestor von Tim Lemperle vor, den Schicker ablösefrei von Aufsteiger Köln holte: „Ich bin extrem happy“, sagte Asllani in die TV-Kameras „wir haben mehr als 100 Prozent gebracht!“
Nächste Runde empfängt Hoffenheim den Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt, der Werder Bremen mit den Österreichern Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll mit 4:1 (2:0) abfertigte. Danach passierte Kapitän Friedl erlebte etwas Kurioses: Er hatte schon mit Bremens ehemaligen Tormann Michael Zetterer, der erstmals für Frankfurt spielte, das Trikot getauscht, als ihn Sky-Reporterin Katharina Kleinfeldt mit einem Frankfurter verwechselte und ihn fragte: „War das der Auftaktsieg, den sie erwarteten?“ Friedl blickte kurz zu Boden, ehe er sagte: „Ich bin Werder Bremen-Spieler!“ Worauf sich die Reporterin prompt entschuldigte. „Ich habe vor dem Match noch mit ihr gesprochen. Und dann erkennt sie mich 90 Minuten später nicht wieder. Das ist ein bisschen lächerlich“, wunderte sich Friedl.
Ein österreichischer Verlierer war Samstag auch Philipp Lienhart, der mit Freiburg daheim überraschend Augsburg 1:3 (0:3) unterlag. Bei Augsburg feierte der ehemalige Assistent von Teamchef Julian Nagelsmann, Sandro Wagner, ein gelungenes „Chefdebüt“ in der Liga. Österreichische Sieger waren Patrick Wimmer, der mit Wolfsburg in Heidenheim 3:1 (1:1) gewann, das Führungstor vorbereitete, sowie Christopher Trimmel und Leopold Querfeld beim 2:1 (2:0) mit Union Berlin gegen Pokalsieger VfB Stuttgart. Wie ein Sieger sah Marcel Sabitzer mit Borussia Dortmund beim Hamburger Kultklub St. Pauli aus. Bis zur 86. Minute führte Dortmund trotz eines vergebenen Elfmeters von Torjäger Serhe Guirassy 3:1, dann verschuldete der 20 jährige Debütant Filippo Mane einen Elfmeter, sah auch die rote Karte. In der 90. Minute glich St. Pauli aus. Sabitzer, der mit einer Flanke den Assist zur 1:0-Führung gab, schüttelte den Kopf.
Keine guten Nachrichten gibt es von Österreichs Legionären in Englands Premier League: Kevin Danso wurde beim überraschenden 2:0-Auswärtssieg von Tottenham gegen Manchester City erst in der 91. Minute eingewechselt. Sasa Kalajdzic schaffte es bei Wolverhamptons 0:1 bei Bournemouth nicht in den Kader.
Foto: TSG Hoffenheim.