Fußball

Rot statt Grün: Für Schösswendter änderte sich nur die Farbe

Rapids Trainer Goran Djuricin machte Samstag Nachmittag noch ein Geheimnis daraus, wer im 16 Mann-Kader für das Cupspiel beim Tiroler Regionalligaklub Schwaz steht. Dass die drei Innenverteidiger Max Hofmann, Mario Sonnleitner und Max Wöber heißen, war aber allen klar: Christopher Dibon ist verletzt, Christoph Schösswendter nicht mehr bei Rapid. Helmut Schulte, Leiter der Lizenzspielerabteilung  von Union Berlin mit grün-weißer Vergangenheit, machte nach seinem Besuch in Hütteldorf am letzten Sonntag beim 2:2 gegen AS Monaco Nägel mit Köpfen: Fünf Tage später  stand der Wechsel des Innenverteidiger fest!  Offiziell wurde er Samstag Vormittag. Schulte hat noch immer so viel Rapid-Herz, dass er  dem Vernehmen nach einer kleinen Ablöse zustimmte, da der Vertrag des 28jährigen noch bis 2019 lief. Obwohl er wusste, dass sein Kollege Fredy Bickel einen Innenverteidiger zuviel an Bord und damit ein Verkaufsinteresse hatte. Für Schösswendter  änderte sich mit dem Klubwechsel eigentlich nur eine Farbe: Rot statt Grün. Auch sein Vertrag in der deutschen Hauptstadt läuft bis 2019, er bekam die Rückennummer drei, die er bei Rapid trug. Vor ihm hatte die bei den „Eisernen“ der zum LASK gewechselte Landsmann Emanuel Pogatetz.

Finanziell verbessert wird es sich Schösswendter mit dem Wechsel auch haben, obwohl er bei Rapid im oberen Gehaltsdrittel zu finden war. Denn als ihn Ex-Sprotchef Andreas Müller vor 14 Monaten ablösefrei von der Admira holte, galt angesichts der bevorstehenden Eröffnung des neuen Stadions die Devise, dass Geld keine Rolle spielt. Das hat sich inzwischen wieder geändert, auch wenn es aus Rapids Führungsetage anders klingt. Mit Schösswendter ging jetzt der Spieler, der am 22. Juli 2016 das erste Pflichtspieltor im neuen Allianz-Stadion erzielt hatte und am 28. Mai dieses Jahres das letzte. Den Siegestreffer zum 2:1 gegen St. Pölten, möglicherweise der neue Klub von Philipp Prosenik.

Nach Schulte und Rechtsverteidiger  Christopher Trimmel ist Schösswendter der dritte mit Rapid-Vergangenheit im Berliner Stadtteil Köpenick, zu Philipp Hosiner und Tormann Michel Gspurning der vierte Österreicher, der die einzigartige positive Fanatmosphäre bei Heimspielen in der mit 22.000 Zuschauern stets ausverkauften Alten Försterei geniessen wird. Unter der Devise: Unser Stolz, unser Verein, unsere Liebe, unsere Mannschaft, Union Berlin! Der aus Saalfelden stammende Schösswendter möchte die letzten zwölf Monate Rapid zwar nicht missen, aber  im Endeffekt  war es der zweite erfolglose Anlauf bei Grün-Weiß nach 2009/10.  Bei seinem letzten Match für Rapid, dem Cupfinale gegen Red Bull Salzburg in Klagenfurt, hatte er in der 97. Minute noch das Tor zum 2:2 und der Verlängerung am Kopf. Schulte sieht in ihm eine „sehr gute Lösung“.

Mit dem Kroaten Roberto Puncec und Pogatetz gab Union Berlin zwei Innenverteidiger ab, mit dem 31jährigen Spanier Torrejon vom SC Freiburg und Schösswendter kamen zwei neue.  Routinier Torrejon ist auch sein Konkurrent bei Jens Keller, dem Trainer mit Schalke-Vergangenheit, im Kampf um´s Leiberl, der 26jährige Toni Leistner gilt im Abwehrzentrum als gesetzt. Keine Diskussion gibt´s über das Saisonziel in der Alten Försterei: Nur der erstmalige Aufstieg in die erste Bundesliga gilt als Erfolg. Bei den Wettanbietern gilt die Union gemeinsam mit Absteigere Ingolstadt bei einer Quote von 3,5 als erster Aufstiegsfavorit, gefolgt von Darmstadt und Eintracht Braunschweig (je 4,0) und Dynamo Dresden (4,5) mit seinen neuen Österreichern Sascha Horvath und Patrick Möschl. Bereits in der ersten Runde am 29. Juli steigt das Duell Union Berlin gegen Ingolstadt.

 

 

 

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