Elf Eckbälle bis zur Pause, aber kein Tor. So blieb es bis zur 89. Minute, schon im dritten Spiel der neuen Saison droht die erste Nullnummer. Ehe der eingewechselte Karim Konate (Bild) für die Erlösung und Jubel sorgte.Red Bull Salzburg wurde zum Start vor nur 7000 Zuschauern beim 1:0 (0:0) gegen Hartberg den Vorschusslorbeeren nicht gerecht. Das weiß auch Trainer Danny Röhl, obwohl sein Ziel, drei Punkte zu holen, spät, aber doch erreicht wurde. Edmund Baidoo fehlte im Kader, weil er, so Sportchef Marcus Mann, zuletzt nicht bei der Sache war. Der 20-jährige Stürmer aus Ghana will Salzburg verlassen, Mann beharrt auf dem Vertrag bis 2029, lehnt das ab. Von den ersten drei der letzten Saison überzeugte zum Auftakt nur Meister LASK.
Salzburg begann mit dem 18-jährigen Innenverteidiger Valentin Zabaransky, einem Wiener aus der eigenen Akademie, und zwei 19-jährigen: Tormann Christian Zawieschitzky und dem Schweizer Stürmer Enrique Aguilar. Vier Neuzugänge (Nikolas Veratschnig, Kevin Boma, Schmidt und Abubakr Berry) sowie die aus Lausanne zurückgekehrte Leihgabe Gaoussoue Diakite zur Startelf. Hartbergs Trainer Markus Schopp vertraute drei Bundesligadebütanten: Armin Pecsi, die ungarische Liverpool-Leihgabe im Tor, Linksverteidiger Florian Gerstl vom Wiener Regionalligaklub Donaufeld und Eigengewächs Matthias Postl im Angriff. Das erste Bundesligaspiel für Gerstl und Postl dauerte nur 45 Minuten. Salzburg war nicht zwingend genug, Salzburg hatte Ballbesitz ohne Ende (am Ende 73 %), war aber trotz Dauerüberlegenheit nicht zwingend, selten wirklich gefährlich. Daran änderte auch die Einwechslung von Haris Tabakovic wenig. Als nichts mehr darauf hindeutete, fiel doch noch das Goldtor: Konate, nach 69 Minuten für Barry eingewechselt, kam nach einer Flanke von Schmid vor Konstantin Schopp zum Kopfball.
Am Innsbrucker Tivoli, der Stätte der bisher letzten Niederlage vor sechs Monaten, kassierte Sturm Graz diesmal das erste Pflichtspiel-Gegentor in dieser Saison. Aber das kostete zwei Punkte. WSG Tirol konnte mit seinem umgebauten Team mit dem 1:1 (1:1) sicher besser leben als Sturm. Auffällig waren vor 3000 Zuschauern Tirols Bundesligadebütanten: Michael Olakigbe, 22-jähriger Nigerianer, Leihgabe aus der zweiten Mannschaft von Brentford, erzielte knapp vor der Pause aus einem Konter den Ausgleich, ließ dabei sowohl Sturms Innenverteidiger Albert Vallci und Tormann Danili Khudyakov schlecht aussehen. Der 19-jährige Tormann Salko Hamzic hielt, was zu halten war, rettete in der sechsminütigen Nachspielzeit mit zwei Topreaktionen den Punkt, der Tiroler Akademiespieler gefiel als neuer Linksverteidiger. Raphael Gschösser. Auffällig bei Sturm: vier gelbe Karten bis zur 24. Minute wegen Foulspiels gegen Simon Seidl, Ryan Fosso, Jacob Hödl und Eamon Soglo, ehe der Franzose die Vorarbeit zur Führung durch Szymon Wlodarczyk leistete. In der zweiten Hälfte fiel der Pole vor allem auf, weil er ständig ins Abseits lief. Sturm scheiterte an seiner mangelnden Effizienz.
Foto: RB Salzburg/Andreas Schaad.