Fußball

Salzburg feiert, Rapid kämpft mit gereiztem Kühbauer um Platz zwei, die LASK-Trainer streiten

Tag der Feiern und Abschiede bei Meister Red Bull Salzburg vor dem letzten Spiel gegen WSG Swarovski Tirol. Ligavorstand Christian Ebenbauer kommt gleich mit zwei Meistertellern. Für die „Bullen“ und für den Sieger des Zweitligaspitzenduells zwischen Liefering und Blau Weiß Linz an gleicher Stelle. 3000 Zuschauer werden jubeln, solche Feiern sind in Salzburg schon Routine. Auch die Ehrungen für den besten Spieler und besten Trainer bedeuten kein Neuland: Die Bundesliga wählte Patson Daka zum Spieler der  Saison. Das waren bis auf 2018, als Peter Zulj von Sturm Graz gewann, immer nur Spieler der Meistermannschaft: Jonathan Soriano (2014, 2015), Naby Keita (2016), Konrad Laimer (2017), Erling Haaland (2019), Dominik Szoboszlai (2020). Auch bei den Trainern gewannen nur Salzburger, seit es die Wahl gibt: Zuerst Marco Rose, dann zweimal Jesse Marsch. Für den ist es zugleich der Abschied in Richtung Leipzig, auch seine Assistenten Rene Aufhauser und Fränky Schiemer bleiben nicht. Aufhauser übernimmt Liefering, Schiemers Zukunft ist unbekannt. Der Vertrag mit dem 37 jährigen deutschen Tormann Alexander Walke, die Nummer drei in der Hierarchie, wurde um ein Jahr verlängert, er geht in seine elfte Saison. Jubeln kann Salzburg auch über die Erfolge der Akademie: Alle drei Mannschaften (U 15, U 16 und U 18) wurden Meister.

In Hütteldorf und Wolfsberg wird noch gekämpft. Rapid braucht am 51. Geburtstag von Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic nach drei Niederlagen einen Sieg gegen den LASK, um wie letzte Saison Vizemeister zu werden. Barisic stellte bereits im Vorfeld fest, dass mit dem Erreichen der Gruppenphase der Europa League und dem Platz unter den Top drei die Saisonziele schon erreicht wurden.  Trainer Didi Kühbauer wirkte etwas gereizt, wenn er auf die letzten drei Runden angesprochen wurde („wir haben in den letzten zwei Jahren viel mehr gute als schlechte Spiele gemacht“), stellte fast trotzig fest, er lasse sich von wegen drei Spielen keine Saison kaputt reden. Für ihn wäre es auch eine sehr gute Saison, sollte am Ende  nur Platz drei herausschauen, weil Sturm in Wolfsberg mehr Punkte holte als Rapid gegen die Linzer. Die Begründung dafür? Die Konkurrenten wie Sturm, LASK und Wolfsberg hätten weit mehr in neues Personal investiert, Rapid zudem letzten Sommer mit Stefan Schwab den wichtigsten Spieler verloren.

Ein Jahr danach geht wieder der Kapitän: Samstag Abend gibt Dejan Ljubicic (Bild oben) wegen des Wechsels zum 1.FC Köln die Schleife ab.  Barisic schloss nicht aus, dass es weitere Abgänge geben wird. Der von Matteo Barac ist ohnehin fix, wird aber ebenso noch nicht bekanntgeben wie der Zuzug von Kevin Wimmer. Auch Barnsley-Leihgabe Manfred Ritzmaier wird keine Zukunft bei Rapid haben, Samstag fehlt auch wieder Kelvin Arase. Allerdings wegen einer Hüftverletzung. Beim LASK, der bei einer Niederlage von Wolfsberg noch auf Rang fünf verdrängt werden könnte, dürfte es zum Abschluss auch im Trainerteam Knatsch und Streit gegeben haben: Chef Dominik Thalhammer entschied, dass Assistent Emanuel Pogatetz nicht dabei sein darf. Gründe wurden keine genannt. Nächste Woche sollen Gespräche folgen. Pogatetz hatte den gesperrten vor zwei Runden in Wolfsberg vertreten. Dort feierte der LASK mit 4:0 einen von zwei Siegen in der Meisterrunde.


Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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