Fußball

Schaub, Kainz, Lienhart, Wöber, Grass is green, Forza: Auch bei Beratern gibt es Transfers

Nicht nur bei den Spielern gibt es in der Winterübertrittszeit Transfers,sondern auch bei den Beratern. In der Szene ging jetzt still und leise eine Neuordnung über die Bühne. Bei Stars& Friends, einer der führenden Agenturen, ist sie noch nicht abgeschlossen. Fakt ist, dass Jürgen Werner sich nur noch um den LASK kümmern will, daher seine Anteilte abtreten wird. Ein mittlere Erdbeben löste aber aus, dass sich der Holländer Rob Groener mit 73 Jahren verständlicherweise den hektischen und mitunter Nerven kostenden, aufreibenden Job nicht mehr antun will. Einer der seriösesten der Branche ging in die verdiente Pension, die er unter anderem in  seinem Haus in Salzburg genießen will. Sein Wiener Partner Walter Künzel kümmerte sich seit Jahren mit und für Groener  unter anderem um Louis Schaub, Florian Kainz, Jakob Jantscher, Max Wöber und Österreichs U21-Kapitän Philipp Lienhart. Die mussten sich daher irgendwie neu „orientieren.

Künzel fand nach einigen Gesprächen in Kuchl einen neuen Partner. Dort ist der Sitz der Agentur „Grass is green“ von Thomas Böhm (Bild oben). Dessen Philosophie heißt unter anderem langfristige Zusammenarbeit, ja kein Getöse und Aufsehen machen, alles in Ruhe und korrekt abwickeln. Praktiziert unter anderem mit Martin Stranzl, der nach dem Ende seiner Karriere kurz in die Agentur eingestiegen war, oder mit Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs. Das war auch die Linie von Groener und Künzel. Daher gehört Künzel neu zur „Staff“ von „Grass is green“. Auf der Homepage der Agentur scheinen unter der Rubrik Spieler seit kurzem auch neu die Namen von Schaub, Kainz und Lienhart auf. Damit in einer „Kartei“ mit Österreichs U 21-Tormann Alexander Schlager, Teamspieler Florian Grillitsch, den Ex-Teamspielern Zlatko Junuzovic und Markus Suttner, Rapids Thomas Murg oder Bochums Torjäger Lukas Hinterseer. Solche Neuzugänge wie Schaub, Kainz und Lienhart hätte  jeder Berater gerne. Böhms aktuelles „Sorgenkind“ heißt Romano Schmid. Zwar ging der Wechsel des 19jährigen von Red Bull Salzburg zu Werder Bremen über die Bühne. Aber der Plan von Werder, ihn für eineinhalb Jahre nach Holland zu verleihen, damit er Spielpraxis bekommt, ließ sich nicht realisieren, da sich kein interessierter Klub in der Eredivisie fand. Jetzt wird in der zweiten deutschen Liga ein Abnehmer gesucht.

Bleibt die Personalie Max Wöber. Der wird zwar weiterhin nichts ohne Künzel tun, der auf Wunsch des Ex-Rapidlers auch bei seinen ersten Tagen in Sevilla dabei war. Aber offiziell vertritt jetzt die holländische Forza Sports Group die Interessen von Wöber. Wie die der Ajax Amsterdam-Spieler Lasse Schoene und David Neres oder von Rapids Legionär Boli Bolingoli. Auch prominente Namen, die an Ajax-Triumphe erinnern, arbeiten für Forza: Marco von Basten als technischer Direktor, Frank Rijkaard als Manager. Forza wickelte auch die letzten Details des Wöber-Transfers zum FC Sevilla sehr professionell ab. Auf den Wiener wartet Mittwoch Abend im Nou Camp wahrscheinlich sein erstes großes Highlight im Sevilla-Dress: Das Retourspiel im Viertelfinale der Copa del Rey  beim Titelverteidiger FC Barcelona im Nou Camp, in Österreich live via DAZN zu sehen. Sevilla verteidigte einen 2:0-Vorsprung, Wöber, der nächsten Montag 21 Jahre jung wird, vielleicht gegen Lionel Messi und Luis Suarez. Daran hätte er vor einen Monat  noch nicht gedacht.

Foto: Thomas Böhm Sports Management GmbH .

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