Fußball

Seit 14 Jahren im Amt: Didier Deschamps ist der dienstälteste WM-Teamchef

Donnerstagabend wird die WM im Aztekenstadion mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika eröffnet. Mexiko ist eine der Nationen, die  auf einen Teamchef aus dem eigenen Land setzt, auf Javier Aguirre. Von 48 WM-Teilnehmern haben nur 18 keinen Teamchef aus dem Ausland: Auch Deutschland mit Julian Nagelsmann, der mit 38 Jahren der jüngste WM-Teamchef ist, Tschechien mit Miroslav Koubek, Bosnien mit Sergej Barbarez, Schottland mit Steve Clarke, Australien mit Tony Popovic, Holland mit Ronald Koeman, Japan mit Hajima Moriyasu, Südkorea mit Myung-Bo Hong,  Ägypten mit Hassam Hassan, der Iran mit Amir Ghaleroei, Spanien mit Luis de la Fuente, Pedro Brio beim WM-Debütanten Kap Verde, Frankreich mit Didier Deschamps (Bild), Senegal mit Papa Thiaw, Norwegen mit Stale Solbakken, Titelverteidiger Argentinien mit seinem Weltmeisterteamchef Lionel Scaloni und Zlatko Dedic bei Kroatien.

Deschamps hört sicher nach der WM auf, unabhängig ob die „Equipe tricolore“ mit ihm zum dritten Mal hintereinander ins Finale kommt. Der 57 jährige, der 1998 im eigenen Land auch als Spieler Weltmeister war, damit als Spieler und Teamchef den WM-Pokal in Händen hielt, was vor ihm nur Franz Beckenbauer und dem Brasilianer Mario Zagalo gelang,  holte 1998 in Moskau den Titel zum zweiten Mal nach Frankreich, verlor vier Jahre später in Katar das Finale gegen Argentinien erst im Elfmeterschießen, ist bereits seit 14 Jahren im Amt, scheiterte 2014 im Viertelfinale am späteren Weltmeister Deutschland. Heuer endet seine Erfolgsära.

Der älteste Teamchef bei der WM wird der 78 jährige Holländer Dick Advocaat beim WM-Neuling Curacao sein. Einer der vier Teamchefs, die älter als 70 sind. Er war davor schon dreimal Teamchef in seiner Heimat, außerdem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei Südkorea, Belgien, Russland, Serbien und dem Irak. Am kommenden Sonntag treffen bei Deutschland – Curacao in Houston der jüngste und älteste WM-Teamchef aufeinander. Vier Jahre jünger als Advocaat sind der Belgier Hugo Broos bei Südafrika und der Tscheche Miroslav Koubek, fünf Jahre der Portugiese Carlos Queiroz. Er bekam den Job bei Ghana erst im April, verdankt ihm Österreichs 5:1-Sieg gegen Ghana. Bereits sein siebenter Teamchefjob: Den hatte er von 1991 bis 1993 und von 2008 bis 2010 in seiner Heimat, außerdem in den Emiraten, in Saudiarabien, Südafrika, im Iran, bei Kolumbien, Ägypten, Katar und dem Oman. Von Juli 2003 bis Juni 2004 war er auch Trainer von Real Madrid.

Foto: AFP.

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