Eishockey

So lang und teuer bereitete sich Eishockeyteam noch nie auf „WM-Exploit“ vor

Freitag beginnt mit Vienna Capitals- Innsbruck, Red Bull Salzburg – Dornbirn, Black Wings Linz-Zagreb und KAC-Bozen , das Play-off-Viertelfinale in der Eishockeyliga.  Titelverteidiger Vienna Capitals gegen Salzburg gilt als heißester Tipp für das Finale. Eien Tag vor dem Viertelfinale meldete ich Teamchef Roger Bader. Mit dem ersten Kader für die Vorbereitung auf die WM in Kopenhagen, auf die Mission Klassenerhalt. Sollte den Österreich als erster Aufsteiger seit zehn Jahren schaffen, wäre dies für Bader ein ähnlicher „Exploit“ wie zuletzt  für Deutschland der Vorstoß ins Finale bei Olympia, die Silbermedaille. Exploit ist ein Schweizer Ausdruck für Sternstunde. Die Voraussetzungen  dafür schaffte  Bader intern, indem er von Verbandspräsident Gernot Mittendorfer grünes Licht für die bisher längste und damit auch teuerste WM-Vorbereitung bekam: Zum Unterschied vom letzten Jahr vor der  B_WM in Kiew sechs statt vier Wochen und neun Tests statt vier. Die Vorbereitung beginnt am 18.März, die Tests starten am 4. April. Testgegner:  Je zweimal Ungarn und Italien, Kasachstan und Slowenien in Wien, zum Abschluss von 26.bis 28. April ein Turnier in St. Petersburg gegen Russlands B-Auswahl, die U 25 von Norwegen und Weißrussland.

Ab 18.März wird  Bader keine Zeit  U9-Mannschaften mehr trainieren wie jene von Graz mit Constantin Schöffel, dem Enkel des ehemaliger Grazer Präsidenten (Bild oben). Ein Training mit Bader konnte man bei einem Videospiel gewinnen., Für solche Aktionen hat er dann keine Zeit mehr. Der Kader für das erste von sechs Trainingslagern umfasst derzeit nur 14 Spieler, von denen in Wahrheit nur drei Chancen auf einen Platz im WM-Aufgebot haben: Villachs Verteidiger Markus Schlacher sowie vom EC Graz Verteidiger Clemens Unterweger und Stürmer Daniel Woger. Andere Villacher Kandidaten fehlen wegen Verletzungen, schulischer und privater Gründe oder wegen ihres Studiums: Tormann Lukas Herzog, zwei Verteidiger (Stefan Bacher, Nico Brunner), zwei Stürmer (Christof Kromp, Valentin Leiler). Vielleicht kommen mit Verteidiger Bernd Wolf und Martin Ulmer noch zwei Schweiz-Legionäre dazu, sollten sie mit Visp und Olten nächste Woche im Play-off der zweiten Liga ausscheiden. Ansonst arbeitet Bader vorerst vermehrt mit sogenannten Zukunftsspielern, die in den letzten Jahren in der U20 auffielen. Etwa Villach-Flügel Sam Antonitsch, der 21jährige Sohn des bekannten ehemaligen Kärntner Tennisstars. Insgesamt  sieben der 14 Spieler im ersten Kader, also die Hälfte, kommen vor allem in der Alps Hockey League, der zweiten Liga, zum Zug. Sechs im KAC-Farmteam, der Dornbirner Philipp Pöschmann bei EC Bregenzerwald. Für sie wird´s zur Herausforderung ins zweite und dritte Trainingslager zu kommen, wenn die Spieler der ausgeschiedenen Viertelfinalisten zur Verfügung stehen.

Bader schließt nicht aus, dass es wieder zu Überraschungen kommt wie letztes Jahr mit dem  Linzer Stürmer Patrick Spannring, den zu Beginn keiner auf der Rechnung hatte, den Bader nach Tipps seiner Assistenten Markus Peintner und Christoph Brandner holte und der dann beim Aufsieg in Kiew spielte. Bei der  WM in Kopenhagen wird Bader  vorerst  zwei Plätze im Aufgebot frei lassen, um nach den ersten zwei Partien gegen die Schweiz und Russland reagieren zu können. Wenn vielleicht fast wider Erwarten einer der drei NHL-Legionäre zur Verfügung steht. Zwei lagen bei der Wahl zu Österreichs Spieler  des Jahres voran: Michael Grabner wiederholte seinen Vorjahrssieg, Auf Platz zwei kam Thomas Vanek. Vor Thomas Raffl, dem Kapitän des Teams beim Aufstieg in Kiew.

 

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