Eishockey

Mit Columbus ist Vanek Grabners Konkurrent im Kampf um Play-off

Wie im Vorjahr kam es am letzten Tag der Transferzeit in der National Hockey League zum Wechsel von Thomas Vanek, Österreichs bestem Spieler aller Zeiten. Das deutet sich schon an, als er Sonntag beim 3:1 der Vancouver Canucks bei Arizona fehlte. 2017 tradeten die Detroit Red Wings ihn zu den Florida Panthers, heuer Vancouver  in die Hauptstadt des Bundesstaats Ohio, zu den Columbus Blue Jackets. Mit dem Wechsel von den Westen in den Osten, von Kanada wieder zurück in die USA,  spielt Vanek damit wie die anderen zwei Österreicher in der Metropolitan Division der besten Eishockeyliga der Welt: Michael Raffl ist mit den Philadelphia Flyers nach dem 1:0 in Montreal nach Penaltyschießen sogar Tabellenführer und wäre damit direkt im Play-off, Michael Grabner mit dem New Jersey Devils als Vierter durch die erste Wild Card. Die zweite hätte derzeit  Columbus auf Platz fünf. Philadelphia hat vor den letzten 19 Spielen des Grunddurchgangs sechs Punkte mehr als New Jersey, neun mehr als Columbus. Das bedeutet: Vanek und Grabner, die vor vier Jahren gemeinsam bei den New York Islanders stürmten, sind Konkurrenten um das Play-off-Ticket. Hinter  Columbus lauern die vor allem die Islanders und Colorado, aber auch Florida, Detroit und die New York Rangers, die allerdings mit Grabner insgesamt vier Stützen verkauften.

In Columbus spielte schon einmal ein Österreicher, aber nicht Eishockey. Sondern im Fußball, in der Major League Soccer. Da trug Emanuel Pogatetz, jetzt beim LASK, 2015 den Dress der Columbus Crew. Letzte Saison kamen die Blue Jackets ohne Wild Card ins Play-off, scheiterten dort in der ersten Runde am späteren Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh. Vaneks neuer Coach, der 59jährige Amerikaner John Tortorella, gewann in seinen acht Jahren mit Tampa Bay Lightning 2004 den Stanley-Cup, war danach fünf Saisonen in New York bei den Rangers, eine in Vancouver und trainiert seit 2015 Columbus. Bemerkenswert ist der General Manager, der Vanek engagierte, Columbus zu seiner achten NHL-Station nach Buffalo, den Islanders, den Montreal Canadiens, Minnesota, Detroit, Florida und Vancouver machte: Der Finne Jarmo Kekälainen ist seit  fünf Jahren der erste und einzige Europäer in dieser Position bei einem Klub der NHL. Für Vanek ließ er seinen 34jährigen Landsmann Jussi Jokinen, den er erst im Jänner verpflichtet hatte, sowie den 22jährigen Stürmer Tyler Matte nach Vancouver

Vanek war der dritte Neue, den Kekälainen an den letzten zwei Tagen der Transferzeit holte: „Tore schießen war diese Saison für uns eine große Herausforderung. Vanek ist ein jahrelang erprobter Torschütze, kann uns mit seiner Erfahrung, der Gefährlichkeit vor dem Tor und seiner Stärke im Powerplay helfen“, begründete der Finne nach bisher nur 163 erzielten Toren den 34jährigen Neuzugang aus Österreich. Der bei Vancouver mit 17 Toren und 24 Assists überzeugt hatte. Nur ein Columbus-Stürmer, der Kanadier Josh Anderson, traf bisher öfters als Vanek. Aber auch nur einmal. Die großen Columbus-Stars sind Russen: Tormann Sergei Bobrovski sowie der linke Flügel Artemi Panarin, der Montag beim 5:1 gegen Washington das 1:0 erzielte. Bobrovski hielt 25 Schüsse. In Columbus ist Vanek,der sein Debüt für die Jackets in der Nacht auf Fretag in Los Angeles feiern wird, seiner in Minnesota lebenden Frau und den drei Söhnen zwarum tausende Kilometer näher als in Vancouver, aber  immer noch 1160 entfernt, Nach der  Saison sind Vanek und Grabner free agents, können sich ab 1. Juli einen Verein ihrer Wahl aussuchen.

 

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