Fußball

So stolz durfte Salzburg noch nie auf eine Niederlage sein wie an der Anfield Road

Nach 36 Minuten musste musste man nach dem dritten Tor von Liverpool ein ganz schlimmes Debakel nach 61 Minuten staunte alles bei 3:3 über die Auferstehung des FC Salzburg. So als hätte gemäß der Devise von Red Bull Österreichs Meister irgendetwas Flügel verliehen. Mohammed Salah stellt acht Minuten später mit einem zweiten Treffer die Rangordnung zwischen Titelverteidiger und Debütant in der Champions League wieder her. Am Ende stand mit Liverpools 4:3 (3:1) die erste Salzburger Niederlage in dieser Saison, die erste unter Trainer Jesse Marsch (Bild oben). Aber so stolz durfte Salzburg noch nie auf eine Niederlage sein wie nach der magischen Nacht an der Anfield Road. Dort drei Tore innerhalb von 22 Minuten zu erzielen, das hat schon jahrelang keine Mannschaft geschafft. Nur zum Vergleich: Der große FC Barcelona mit Lionel Messi ging dort im Mai mit 0:4 unter. Der Thriller gegen Salzburg war das erste Champions League-Duell seit damals im dem Kultstadion. Und zwar wesentlich ausgeglichener.

Salzburg bot etwas überraschend Jerome Onguene und nicht Andre Ramalho neben Max Wöber im Abwehrzentrum auf. Erling Haaland begann auf der Bank, die Spitzen hießen Hee Chan Hwang und Patson Daka.  Es gibt vieles, was von diesem Abend in Erinnerung bleiben wird. Dass Sadio Mane nach der Führung gegen seinen Ex-Klub nicht jubelte sondern lieber den Rasen küsste. Dass Linksverteidiger  Andrew Robertson sein erstes Tor in der Königsklasse nach Vorarbeit von Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold erzielte. Eine der Szenen in den Liverpool sich als das Non plus Ultra in Europa bestätigte, Fußball wie von einem anderen Stern zeigte, mit seiner Wucht Salzburg überforderte. Als Salah das 3:0 gelang, folgte eine Salzburger Reaktion, die man nicht mehr erwarten durfte. Wie Hee Chan Hwang Liverpools Abwehrhünen Virgil van Dijk austanzte und genau ins lange Eck traf, war schon Klasse. Sozusagen die Vorschau auf das, was in den ersten 16 Minuten der zweiten Hälfte folgte.

In denen Salzburg von Beginn an das Heft in die Hand nahm. Am 3:2 war von der Entstehung bis zum Abschluss alles Weltklasse: Perfekte Flanke von Hee Chan Hwang, die Takumi Minamino perfekt volley übernahm. Der Ball flog genau ins Eck. Es folgten anerkennende Gesten von Liverpools Trainerguru Jürgen Klopp in seiner Coaching Zone. Marsch brachte Haaland statt Daka. Und mit einem seiner ersten Ballkontakte gelang der norwegischen Torbestie der Ausgleich. 3000 Salzburg-Fans aus dem Häuschen, Marsch raste zum Torjubel mit seinen Spielern und sah dafür Gelb, weil er die Coaching Zone verlassen hatte. Es sah leider nur acht Minuten nach dem ersten österreichischen Punkt an der Anfield Road aus. Dass es nicht dazu kam, lag nicht daran, dass Klopp mit Divock Origi einen vierten Stürmer brachte, sondern dass Dominik Szoboszlai unnötig in Strafraumnähe den Ball verlor. Schade darum, aber die Salzburger Fans  holten die Verlierer nochmals aus der Kabine, feierte sie noch 20 Minuten nach Schlusspfiff.  Sky-Analytiker Marc Janko hatte sich  40 Minuten zuvor auf der Tribüne von Liverpool-Anhängern einiges anhören müssen, als er nach Salzburgs Ausgleich jubelnd in die Höhe sprang.

„Vor der Pause war zuviel Respekt da, auf die zweite Hälfte können wir stolz sei. Diese Mannschaft hat so viele gute Jungs“, schwärmte Marsch nach dem Spektakel. Salzburg lief an die sechs Kilometere mehr ls de Sieger. Am meisten Enock Mwepu (12,96) vor Minamino (12.33) und Wöber (12,11). Klopp bezeichnete Liverpools Beginn als überragend, , das 2:0 sei eines der schönsten Tore gewesen, das er je sah: „Wir waren überall, haben alles gemacht, was Salzburg nicht haben wollte. Aber dann machten wir den Fehler, trotz 3:0 zu hektisch zu spielen. Das nützte Salzburg, schoss tolle Tore. Wir haben eine Lektion bekommen, die wir gerade noch erfolgreich regeln konnten. Aber die Lektion tat uns gut.“ Da Genk nach dem 2:6 i Salzburg eggen Napoli ein 0:0 holte, ist der Gruppe noch alles drinnen. Salzburgs nächste zwei Spiele gegen Napoli am 23. Oktober in Salzburg und am 6.November in Neapel haben Finalcharakter um Platz zwei.

Auch in Leipzig gab´s österreichische Verlierer. Marcel Sabitzer und Konrad Laimer schmerzte die 0:2 (0:1)-Heimpleite gegen Olympique Lyon sicher noch mehr als Salzburg das 3:4 in Liverpool. Aber auch ihre Aufstiegschancen sind noch intakt. Nicht einmal im Kader von Inter Mailand war Valentino Lazaro im Schlager gegen Barcelona im Nou Camp. Den Saniens Meister beim Comeback von Messi nach einem schnellen 0:1 durch den sechsten Champions League-Doppelpack von Luis Suarez noch 2:1 gewann.

Foto: Red Bull Salzburg.

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