Fußball

Stögers Dortmund-Connection ist eine Chance für Austria

Am Ende der Präsentation von Heimkehrer Peter Stöger bemerkte Austrias Präsident Frank Hensel zurecht, man habe in der letzten Saison die Qualifikation für die Europa League nur mit Glück, auf wenig überzeugende Art und Weise geschafft, womit keiner zufrieden sein konnte. und durfte Das soll diesmal anders werden. Im unverkennbaren Austria-Stil. Liegt in erster Linie an Trainer Christian Ilzer und der Mannschaft, erst dann am neuen Sportvorstand. Die Frage, wie er finanziert wird, fehlte Dienstag bei der Präsentation. Ein Extrasponsor? Stöger trug zum Unterschied von AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der sich mit Admiral „schmückte“, keine Werbeaufschrift am Revers, Hielt nur das Logo der Firma von Austria-Vizepräsident Harreither in die Kameras, als er sich mit dem Austria-Trikot fotografieren ließ. Das Logo ist auch auf den Dressen.  Durchaus vorstellbar, dass Sponsor Harreither etwas zum Stöger-Comeback beitrug.

Der legte sich nicht fest, ob mit der Bestellung zum Sportvorstand seine Trainerkarriere vorbei ist. Aber man kann ausschließen, dass er bei der erstbesten Gelegenheit eine mögliche Ausstiegsklauel im Vertrag bis 2021 in Anspruch nehmen wird. Der seriöse Stöger sieht seine neue Arbeit als längerfristig. Das kann man ihm glauben. Kraetschmer skizzierte kurz die Pläne des neuen und zugleich „alten“ violetten Führungsduos: „Wir wollen wachsen, die Kräfte konzentrieren. Wir haben einen Plan, wissen genau, was wir wollen.“

Bei tipp 3 verschob sich mit dem Sportvorstand Stöger die Tendenz bei der Wette, welcher Wiener Klub nach 32 Runden vorne liegen wird, in Richtung Austria. Von bisher 20 auf 38 Prozent. Aber Rapid hat noch immer die niedrigere Quote. Könnte sich ändern, wenn es gelingt, bis 2. September noch die Mannschaft zu verstärken. Wie das möglich sein kann? Stöger hat  gute Kontakte zu seinem letzten Klub und dessen Boss Hans Joachim Watzke, mit dem sich auch Kraetschmer seit Jahren regelmäßig austauscht. Stögers Nachfolger bei der Borussia, der Schweizer Lucien Favre, stöhnt unter einem Riesenkader von 34 Mann, möchte nur mit höchstens 23 arbeiten, bat Sportchef Michal Zorc die Verkaufsliste „abzuarbeiten“.Unter diesem Aspekt kann man sich nicht vorstellen, dass die Borussia, die bisher um 128,5 Millionen aufrüstete, wie manche in Salzburg glauben, den Mittelfeldstrategen Diadie Samassekou von Österreichs Meister noch dazuholt.

Die promintesten „Härtefälle“, die Borussia zum Teil trotz bis 2021 laufenden Verträgen abgeben will, dafür sogar Teile des Gehalts weiter zahlen würde, waren Stögers Schützlinge in seinen sieben Dortmunder Monaten. Sollte er sich um den türkischen Innenverteidiger Ömer Toprak, um Julian Weigl, den Japaner Shinji Kagawa oder Weltmeister Andre Schürrle bemühen, wird er hundertprozentig die gleiche Erfahrung machen wie Zoran Barisic bei Rapid bei seinen Erkundigungen um Martin Harnik: Nicht zu finanzieren. Daher gibt´s  für Stöger und den mit hm gekommenen Sportkoordinator Alexander Bade andere Kandidaten. Da Austria eine Verstärkung im Abwehrzentrum gut gebrauchen könnte, vielleicht den 19jährigen Argentinier Leonardo Balerdi, der im Winter von Boca Juniors kam, bisher nur mit der zweiten Mannschaft ind er Regionalliga West spielte. Interessant könnte auch der 18jährige holländische Mittelfeldspieler Immanuel Pherai werden, der sich bei Dortmunds A-Junioren profilierte.

Stöger  muss sich erst ein Bild machen. Darum fährt er Samstag zum Bundesligastart gegen Aufsteiger WSG Swarovski Tirol nach Innsbruck, obwohl er offiziell erst am 1.August seine Tätigkeit aufnimmt.

Foto: FK Austria/Media.

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