Fußball

Sturm Graz und Mattersburg verzichten auf Winterkäufe

Noch neun Tage läuft die Transferzeit in der Bundesliga. Bei St. Pölten, nach Ablauf der Transfersperre der Großeinkäufer, steht mit dem 28 jährigen Jamaika-Stürmer Corey Burke, einer Leihgabe von Philadelphia aus der nordamerikanischen Major Soccer League, der achte Neue vor der Tür. Vier vertragslose Spieler wurden schon im Herbst unter Vertrag genommen, der Rest folgte im Winter. Zuvor die Talente Nicolas Meister (LASK), Christoph Klarer (Southampton) und Valentin Lamprecht, jetzt Routinier Burke. Je vier neue engagierten bisher Altach und  Schlusslicht WSG Swarovski Tirol, zwei der LASK und die Admira, je einen Red Bull Salzburg (den aus Altach zurückgeholten Mergim Berisha) Rapid (der von Horn gekommene Ercan Kara ist laut seinem Berater Sertan Günes der beste Stürmer mit Österreicher-Status, den man aus dem Inland holen konnte), die Austria mit der Mönchengladbach-Leihgabe Andreas Poulsen und Hartberg mit U 21-Teamspieler Michael Lema.  Der Meister gab mit Erling Haaland, Takumi Minamino, Marin Pongracic, Jesper van der Werff und den aus Wolfsberg zurückbeorderten Anderson Niangbo fünf Spieler ab, mit Haaland und Minamino zwei absolute Leistungsträger.

Noch keinen Neuen gab es bis Dienstag Mittag bei Wolfsberg, Sturm Graz und Mattersburg. Bei den Kärntnern  änderte sich dies nach den Abgängen von Manfred Ritzmaier, Michel Sollbauer und Niangbo sowie der Sperre von Innenverteidiger Nemanja Rnic für drei Runden sicher ändern bereit Dienstag Abend. Im türkischen Trainingslager bekam der 26 jährige Senegal-Stürmer Cheikhou Dieng, der früher bei St.Pölten und Wacker Innsbruck spielte, einen Vertrag bis Saisonende. Bei Sturm und Mattersburg sieht es nicht nach ähnlichen Aktivitäten aus. Obwohl die Grazer mit Markus Pink (Admira), Fabian Koch (WSG Swarovski Wattens), Lema und Talent Tobas Koch (Lafnitz) eigentlich vier Spieler verloren, von denen Kooperationsspieler Koch zum Auftakt gegen Mattersburg noch benötigt wird. Weil mit Kapitän Stefan Hierländer, dem Spanier Juan Dominguez, Ivan Ljubic und Otar Kiteishvili vier Spieler gesperrt sind,  Isaac Donkor verletzt ausfällt, Aber Sportchef Günter Kreissl entwickelt keinerlei Transferinitiativen, was eigentlich gar nicht zu seinem Ehrgeiz passt, Trainer Nestor el Maestro (Bild oben) liegt ihm nicht in den Ohren, noch eine Neuerwerbung an Land zu ziehen. Obwohl sich der bulgarische Teamspieler Kiril Despodov derzeit mit Problemen im Sprunggelenk herumschlägt, nicht am Mannschaftstraining teilnimmt.

Kreissl will den Nachwuchs aus der zweiten Mannschaft forcieren, da waren einige auch im Trainingslager Belek mit. Ein Name sticht hervor: Winfred Amoah. Der Vater des Mittelfeldspielers war 2001 mit umgerechnet knapp vier Millionen Euro, damals 54 Millionen Schilling, in der Ära von Hannes Kartnig der bis dahin teuerste Einkauf der Bundesliga, spielte aber nie die erhoffte Hauptrolle wie zuvor bei St.Gallen in der Schweiz. Dem Sohn traut dies Kreissl auf Sicht zu. Der Sportchef, der noch überlegt, ob er aus familiären Gründen seinen Vertrag verlängert,  definiert trotz Zurückhaltung am Transfermarkt seine hoch gesteckten Ziele nicht neu, hat Platz drei und das Finale  im Uniqa-Cup im Visier. Dazu müsste im Viertelfinale der LASK im Linzer Stadion eliminiert werden. Mattersburg rüstet anders als  WSG Tirol, St.Pölten  und Altach im Kampf um den Klassenerhalt nicht auf. Es bleibt beim eingeschlagenen burgenländischen Weg mit jungen Spielern. Boss Martin Pucher gibt zwar zu, nicht zufrieden zu sein, sieht aber keine Alternative: „Wenn ich eine Akademie habe, kann ich doch die jungen Spieler, die aus der Akademie kommen, nicht außen vorlassen!“

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Foto: Sturm Graz/Media.

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