Fußball

Südamerika-Rettung für Austria: Sieben Punkte mit zwei Toren!

Für einen Zuschauerrekord sorgte Austrias Gastspiel in Hartberg. 4058 Zuschauer gab es in der Oststeiermark zuvor noch nie. Und es fehlte nur wenig zu einem Punktezuwachs des Aufsteigers. Aber das verhinderten die brasilianischen Joker der Austria in der Nachspielzeit: Lucas Venuto, in der 84.Minute für Chancenvernebler Kevin Friesenbichler, der weiter auf sein erstes Meisterschaftstor seit 26.November 2017 warten muss, eingewechselt, leitete die entscheidende Aktion ein. Spielte auf den chilenischen Linksverteidiger Cristian Cuevas zurück, dessen Flanke der nach 77 Minuten für Dominik Prokop  gekommene Ewandro unhaltbar ins lange Eck köpfelte. Der erste Treffer von Ewandro für Austria bei seinem dritten Einsatz als Joker. In seiner 39. Minute in der Zwölferliga.

Die Austria kassierte erstmals seit sechs Jahren im dritten Auswärtsspiel hintereinander keinen Treffer. Und sie bestätigte sich wieder als Großmeister der Effizienz. Letzten Mittwoch entstand aus drei Schüssen auf das Tor von Sturm Graz ein 2:0 und der Aufstieg ins Achtelfinale des Uniqa-Cups. Das goldene Tor der aus Recife stammenden 22jährigen Udinese-Leihgabe Ewandro (Bild oben), der mit vollem Namen Ewandro Felipe de Lima Costa heißt, war erst der zweite Treffer in fünf Auswärtsspielen. Aber die brachten sieben Punkte. Trainer Thomas Letsch, der mit Stürmertalent Alexander Jukic einen 18jährigen auf der Ersatzbank hatte, sah es etwas anders: „Laut Statistik gab es 21 Schüsse von uns, neun gingen auf das Tor von Hartberg. Es gab hochkarätige Chancen. So ist der Sieg durchaus verdient, wir belohnten uns für eine starke Leistung.“ Aber wenn es bis zur 93. Minute 0:0 steht, dann kann man die drei Punkte durch die südamerikanische Rettung auch als etwas glücklich bezeichnen: „Die von der Bank kamen, sorgten für die zweite Luft. So wie es sein soll“, lobte Letsch. Dem Goldschützen Ewandro attestierte er „viele Qualitäten im Speil nach vorne, Kopfbälle gehören normal nicht dazu.“ Es war erst das zweite Kopfballtor in der Karriere von Ewandro.

Freuen konnte er Letsch auch auf der Busfahrt zurück nach Wien. Über die Auslosung für das Cupachtelfinale Ende Oktober. Ein Heimspiel für Violett und das gegen den Floridsdorfer AC, derzeit auf Platz zwölf der zweiten Liga. Da kann nichts passieren, die Austria kann mit dem Viertelfinale rechnen. Nicht so gut verlief die Auslosung im ORF-Sport am Sonntag durch die Siebenkämpferin Ivona Dadic als Losfee für den Wiener Erzrivalen: Rapid muss in einem der drei Bundesligaduelle zum Wolfsberger AC, derzeit in der Tabelle als Fünfter drei Plätze vor Rapid.  In Wolfsberg scheiterte Rapid zuletzt vor drei Jahren im Viertelfinale mit 1:2, als Wolfsbergs Trainer Didi Kühbauer hieß. Die anderen Bundesligaduelle um das Viertelfinale: Hartberg gegen Wacker Innsbruck und Altach gegen LASK.

Dessen Siegesserie in der Bundesliga Sonntag vor ausverkauftem Haus in Pasching zu Ende ging.  6900 Zuschauer sahen das erste 0:0 zwischen den Linzern und Sturm Graz seit 19 Jahren. Aggressivität und das Spiel gegen den Ball waren Trumpf. Der LASK bekam zum sechsten Mal in neun Runden kein Tor, verlor aber Platz zwei wieder an St.Pölten. 20 Punkte in neun Runden gelangen dem LASK zuvor noch nie. Vizemeister Sturm gelang ein Lebenszeichen, auch wenn kein Sieg daraus wurde. Nur das erste Spiel in neun Runden mit einem „zu null“. Das vierte Unentschieden dieser Saison ist immerhin etwas. Trotzdem gab Trainer Heiko Vogel zu, dass die Situation weder Fisch noch Fleisch ist. Nächste Runde kommt Meister Red Bull Salzburg.

Foto: © FK Austria Wien Media.

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