Fußball

„Tarnen und täuschen“ um Ljubicic: Rapid vor Wolfsberg gewarnt

Am letzten Tag der Transferzeit gab s noch Aktivitäten  bei Austria, Admira und St. Pölten. Nichts tat sich am Montag in Hütteldorf. Bei Rapid drehte sich nichts um Rieds Marco Grüll, den einige eine Woche zuvor bereits so gut wie fix in Grün-Weiß sahen, sondern alles um das Dienstag-Duell gegen Wolfsberg, den Ex-Klub von Trainer Didi Kühbauer, der offen und ehrlich, wie seine Art ist,  zugab, zu Saisonbeginn nicht erwartet hätte, nach 15 Runden mit nur einem Punkt Rückstand auf Red Bull Salzburg, aber fünf Vorsprung auf Platz drei, Zweiter zu sein: „Wir sind eben näher zusammengerückt, glauben an uns“. Darum führt auch der Überraschungscoup von Sturm Graz mit Kelvin Yeboah, der Dienstag gegen Ried debütieren könnte, nicht zu Überlegungen, Grüll mit einer sechsstelligen Summe aus dem nur noch bis Juni laufenden Vertrag mit Ried herauszukaufen. Der 22 jährige Salzburger kommt ablösefrei im Sommer, wenn er zu seinem Wort steht. Wovon Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic ausgeht.

Zweimal hat Rapid Wolfsberg bezwungen, seit Kühbauer Trainer, seit Ex-Rapidler Ferdinand Feldhofer in der Coaching Zone der Kärntner steht. Beide Male war es sehr eng. Beim 2:1 in der letzten Meisterrunde jubelte Max Ullmann über sein Siegestor (Bild oben) erst in der 87. Minute. Noch später fiel das am 25. Oktober beim turbulenten 4:3 in Wolfsberg. Rapid führte 2:0, Wolfsberg drehte das Match, lag 3:2 voran, ehe Ercan Kara zweimal zuschlug, drei Punkte sicherte. Mit einem verwandelten Elfmeter nach 93 Minuten; „So einen Nervenkitzel braucht keiner mehr“, bekräftigte Kapitän Dejan Ljubicic. Was bei Wolfsberg ausfällt: Von bisher sieben Auswärtspartien fünf gewonnen, was zuvor noch nie gelang, 15 von bisher 21 Punkten in der Fremde geholt. Daher ist Rapid darauf eingestellt, eine Topleistung wie zuletzt beim 2:1 gegen LASK bringen zu müssen, nicht mehr so viel Chancen wie gegen St. Pölten auslassen zu dürfen, um im vierten Spiel dieses Jahres den vierten Sieg zu feiern, damit Salzburg etwas vorzulegen, einmal für 24 Stunden Tabellenführer zu sin. Länger wäre nur möglich, wenn die Austria Mittwoch in Salzburg anders als Samstag im Cup nicht verliert.

Max Hoffmann muss wegen Adduktorenproblemen weiter pausieren, Yusuf Demir ist hingegen wieder fit. Um Ljubicic macht Kühbauer das gewohnte Aufstellungsgeheimnis. Tarnen und täuschen heißt die Devise, um im siebenten Heimspiel hintereinander gegen Wolfsberg  ungeschlagen zu bleiben, den fünften Sieg zu feiern. Rapid konnte sich acht Tage lang auf das Spiel vorbereiten, Wolfsberg musste hingegen Freitag am schwierigem, gefährlichen Terrain gegen Kapfenberg 120 Minuten ran, um ins Semifinale des Cups zu kommen. Verletzt hat sich zwar keiner, aber Nachteil war der Kärntner Kraftakt für Rapid sicher keiner. In Hütteldorf gelang Wolfsberg in den letzten sechs Spielen kein Sieg. Einen Prestigeerfolg, der nichts mit Rapid zu tun hat, konnten die „Wölfe“ bereits feiern: Am 18. Februar wird erstmals in dieser Saison ein Europa League-Heimspiel live auf Puls 4 gezeigt. Wolfsberg gegen Tottenham erhielt den Vorzug gegenüber Salzburg gegen Villarreal.

Abgesagt wurde bereits Hartberg – WSG Swarovski Tirol wegen schlechter Platzverhältnisse und schlechter Wetterprognosen für Dienstag.

 

 

Foto: Wien Energie/Gepa.

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