Fußball

Tschertschessow oder „Stanis“ Erzählungen zum Sonntag

Franco Foda war Freitag  zum Start des Fortbildungslehrgang für Lizenztrainer in Maria Enzersdorf dabei, stand für Diskussionen zur Verfügung. Samstag sitzt der Teamchef aber bei seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen auf der Tribüne, hofft seinen Kapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic beim Rückrundenstart, dem ersten Spiel unter dem neuen Trainer Peter Bosz, in Aktion zu sehen. Fodas Assistent Thomas Kristl beobachtet Marcel Sabitzer und Konrad Laimer bei RB Leipzigs Kampfansage an  Halbzeitmeister Borussia Dortmund, Imre Szabics ist in London im Stadion an der Vicarage Road bei Watford gegen Burnley. Um mit Sebastian Prödl Kontakt aufzunehmen, wie es ihm nach der Knieoperation geht. Aber noch mehr um Einbürgerungskandidat Ashley Barnes als Burnley-Stürmer in Aktion zu sehen. Burnley ist Konkurrent von Ralph Hasenhüttl und Southampton im Kampf gegen den Abstieg, hat derzeit zwei Puntke mehr als die „Saints“. Southampton empfängt im St.Marys Stadium, am Ort des enttäuschenden und unnötigen Ausscheiden in der dritten Runde des FA-Cups gegen Derby County durch einen vergebenen Elfer seines besten Offensivspielers Nathan Redmond im Penaltyschießen, drei Tage später  Everton mit Englands Teamkeeper Jordan Pickford, dem Isländer Gylfi Sigurdsson, dem ehemaligen Arsenal-Star Theo Walcott und dem 21jährigen Flügelflitzer Ademola Lookman, der im Frühjahr2018 als Everton-Leihgabe Hasenhüttls Spieler bei RB Leipzig war: „Wir müssen besser und konzentrierter als im Cup sein“, weiß Hasenhüttl.

Der ÖFB-Trainerkurs geht bis Sonntag weiter. Mit einem interessanten Vortrag von LASK-Trainer Oliver Glasner über die Spielphilosophie der Linzer, mit deer Skispringerlegende Toni Innauer, der über den Trainer als Führungskraft referiert, und dem russischen Teamchef mit Tiroler Vergangenheit, Stanislaw Tschertschessow, als Stargästen. „Stani“ wird Sonntag Vormittag  ehemalige Mitspieler wie Zoran Barisic oder Gegner wie den nunmehrigen ÖFB-Sportchef Peter Schöttel aus seiner Tiroler Zeiten bei Wacker Innsbruck als Spieler von 1996 bis 2002 und Trainer von 2004 bis 2006 treffen.  Dass der teilweise in Tirol lebende 55jährige doch noch einen Termin für den Flug nach Wien und seine Worte zum Sonntag fand, war auch seinem Tiroler Freund Ralph Schader zu verdanken. Tschertschessow hat ja viel zu erzählen: Wie es ist, in Russland bei Spartak und Dinamo Moskau, bei Terek Grosny im heiklen und problematischen Tschetschenien oder am Ural bei Amkar Perm Trainer zu sein. Wie man in Polen mit Legia Warschau das  Double gewinnt und warum man danach zurücktritt. Wie es gelingt, das russische Team, das nach der Europameisterschaft 2016 total am Boden lang, in zwei Jahren so zu verbessern, dass es das russische Sommermärchen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land schuf.

Wie sich ein Teamchef fühlt, wenn während der Pressekonferenz nach einem gewonnenen Spiel Staatschef Wladimir Putin anruft, um zu gratulieren, wenn er nach der  Weltmeisterschaft mit den Speilern im Kreml empfangen wird und einen Orden bekommt (Bild oben). Und wie man im Herbst danach den Umbruch vollzieht: Beim 0:2 in der Nations League gegen Schweden in Stockholm, wodurch der Aufstieg verpasst wurde, spielten im November nur noch drei, die auch beim unglücklichen WM-Aus im Viertelfinale gegen Kroatien nach Elfmeterschießen im Einsatz waren. In der EM-Qualifikation wartet auf Stani und sein russisches „New Look Team“ außer Schottland, Kasachstan, Zypern und San Marino auch eine ganz schwere Hürde namens Belgien.

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