Fußball

Überlebenskampf pur bei Junuzovic! Leverkusen braucht Dragovic

Martin Hinteregger lag im Österreicher-Duell gegen Zlatko Junuzovic zweimal zurück, gewann es aber unerwartet noch in der 93. Minute. Riesenerleichterung bei Augsburgs Innenverteidiger über das 3:2 (1:1) gegen Werder Bremen. Auch weil er wie in der Hinrunde wieder einen Elfmeter für Werder verschuldete. Aber Riesenfrust bei Bremens Kapitän Junuzovic über  zumindest einen verschenkten Punkt: „Das darf nie passieren, wir kontrollieren über lange Phasen das Spiel und verlieren es, weil wir nicht clever genug sind, zu schlecht verteidigten. Das passiert nicht zum ersten Mal.“

Hinteregger warnte nicht umsonst vor den Freistößen von Junuzovic. Einer leitete Bremens Führung ein, auch weil Hinteregger ein Kopfballduell verlor. Aber drei Minuten später schon der Ausgleich. In der zweiten Hälfte war Hinteregger auch an Bremens zweiter Führung nach 64 Minuten beteiligt: Er hielt  im Strafraum Gnabry zurück, sah Gelb, den dafür verhängten Penalty verwandelt Kruse. Doch dann retten Bremens Defensivschwächen Augsburgs zweiten Sieg im dritten Spiel dieses Jahres: Ausgleich nach einem Freistoss, Siegestor in der 94. Minute durch den Argentinier Raul Bobadilla aus knapper Abseitsposition. Bremen hat heuer noch keinen Punkt geholt, Junuzovic rief daraufhin  den „Überlebenskampf“ pur bei Werder aus.  Keiner widersprach ihm: „Mit solchen Fehlern stehst du auch  zurecht so weit unten.“ Bobadillas Tor war bereits der 41. Treffer, den Bremen kassierte. So viele wie keine andere Mannschaft. Die Schießbude der Liga von der Weser steckt daher tief im Abstiegssumpf.

Junuzovic sehnt sich wieder nach Zeiten, in denen er um den Titel spielte statt gegen den Abstieg. Passierte zuletzt bei Austria. Sein damaliger Trainer Peter Stöger verlor mit dem 1.FC Köln gestern zwar wieder Platz sechs an Eintracht Frankfurt (2:0  gegen Darmstadt), ist aber mit  sieben Punkten aus drei Spielen voll auf Kurs Richtung Europacup. Stöger redete  nach dem 1:0 gegen Wolfsburg sogar erstmals von der einmaligen Kölner Chance, dies erstmals seit 1992/93 zu schaffen. Da sich die Gegner inzwischen noch detaillierter auf die Kölner einstellten als in den ersten zwei Saisonen nach dem Aufstieg, ließ er sich auch etwas einfallen:  Neue Pläne für mehr Wucht in der Offensive und mehr Flexibilität.  Ein Mix aus alten und neuen Stärken soll den Traum von Europa möglich machen. Aber es gibt ja noch die zweite Hochzeit, auf der Köln tanzt, über die auch der Weg nach Europa möglich ist: Der Pokal! Dienstag geht´s beim Hamburger SV um den Einzug ins Viertelfinale.

Der  Rheinrivale Leverkusen ist aus dem Pokal schon draussen, in der Bundesliga  acht Punkte hinter Köln. Jetzt wird dringend Samstag im Heimspiel gegen Frankfurt das Comeback von Aleksandar Dragovic nach seiner Sehnenverletzung benötigt: Innenverteidiger Jonathan Tah fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel  wochenlang aus, auch für die Champions League gegen Atletico Madrid. Dragovic pausierte  in den letzten zwei Partien wegen der gegen Hertha BSC Berlin erlittenen Sehnenverletzung.  Beide verlor  Leverkusen. Nach neun Niederlagen in 19 Spielen braucht Trainer Roger Schmidt den Österreicher dringend.

 

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