Fußball

Viel Brisanz bei Bickels erstem Job nach Rapid

Vier Monate nach dem Ende seiner Ära als Sportchef bei Rapid fand Fredy Bickel wieder eine Job: Mit 1.Oktober wird er Geschäftsführer bei seinem Ex-Klub Grasshoppers Zürich, der im Mai in die Challenge League abstieg, dort nach sechs Runden auf Platz zwei hinter Lausanne liegt. Es ist eine brisante Rückkehr von  Bickel zu seinen Wurzeln nach 20 Jahren, in der einige Explosivität liegt. Nicht nur wegen des aggressiven Verhaltens eines Teils der Grasshoppers-Fans, die Bickel an seine dreijährige Zeit in Hütteldorf erinnern werden.

Bickel begann seine Karriere 1982 bei den Grasshoppers, arbeitete dort 17 Jahre bis 1999. In einer Zeit, in der die „Hoppers“ der Schweizer Topkub und zweimal in der Champions League waren. Die längste Zeit agierte an der Seite des  erfolgreichen und mächtigen Sportchefs Erich Vogel als dessen Assistent.  Bis er einen Aufstand gegen Vogel versuchte, der nicht gelang, sondern mit seiner Kündigung endete. Der Beginn einer bis heute andauernden „Feindschaft“. 2013 musste Vogel wegen eines Streits mit Bickel, bei dem es auch um finanzielle Forderungen eines Spielervermittlers ging, sogar 20 Tage in U-Haft, wurde danach zu einer Geldstrafe verurteilt. Heute gilt der inzwischen 80jährige Vogel als Einflüsterer von Grasshoppers-Abstiegstrainer Uli Forte, der im Amt  blieb. Zudem gibt es auch zwischen Forte und Bickel bereits ein Kapitel, das nicht in gutem Einvernehmen endete.

Nach der Zeit bei den Grasshoppers holte Bickel als Sportchef des Lokalrivalen FC Zürich drei Meistertitel und einen Cupsieg. Das machte ihm keiner zum Vorwurf. Dass er 2013 in seiner Ära bei Young Boys Bern von Grasshoppers den damaligen Trainer Uli Forte abwarb, hingegen schon. Zwei Jahre später beurlaubte Bickel in Bern Forte, holte statt ihm Salzburgs Meistertrainer Adi Hütter. Forte zog danach in aller Öffentlichkeit über Bickel her, stellte seine Qualitäten in Frage. Vier Jahre später treffen sie sich wieder bei den Grasshoppers. Offiziell sagt Forte kein böses Wort, behauptet, dass die Differenzen Vergangenheit und vergessen sind, ist froh, dass ein Profi wie Bickel mithelfen soll, den Aufstieg zu schaffen, die Grasshoppers wieder in die Super League zu bringen. Ob Fortes „Mastermind“ Vogel dies auch so positiv sieht? Der „Blick“ prophezeite, dass es nicht lange brauchen wird, bis es zwischen Bickel und Forte krachen wird.

Andras Gurovits, der Verwaltungsrat von Grasshoppers, sieht im 54jährigen Bickel hingegen wegen seiner Erfahrung die Idealbesetzung als neuen starken Mann beim Traditionsklub. Bei dem für Bickel der Erfolgsdruck ähnlich groß sein wird wie  bei Rapid.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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