Fußball

Vitesse Arnheim geht es schlechter als Rapid

44.779 Zuschauer sahen Sonntag im de Kuip von Rotterdam das 3:1  von Feyenoord mit LASK-Kapitän Gernot Trauner gegen Cambuur Leuwarden. Das war der beste Besuch in Hollands Eredivisie. Zum 1:1 von Vitesse Arnheim in Utrecht kamen 16.886 Besucher. Wie viele werden es Donnerstag im Gelredome von Arnheim sein, wenn Vitesse Rapid zum Retourspiel in den Play offs zum Achtelfinale der Conference League empfängt und den ersten Sieg seit 18. Jänner, seit dem 2:0 im Cup-Achtelfinale gegen DVS´33, den Siebenten der dritten Liga,  feiern muss, um nach dem 1:2 von Wien aufzusteigen? Im Gelredome wäre Platz für 26.600 Fans. Beim letzten Heimspiel, der 0:5-Pleite gegen PSV Eindhoven, war es nicht einmal zur Hälfte gefüllt, sahen nur 9177 Fans zu. Seit damals passierte wenig, was den Vitesse-Anhang dazu führen könnte, vermehrt zum Duell gegen Rapid zu kommen. Obwohl der Europacup doch seinen Reiz hat: Beim 1:2 gegen Stade Rennes waren14 571 Zuschauer, beim 1:0 gegen Tottenham 23 931, beim 3:1 gegen NS Mura aus Slowenien musste im Dezember unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt werden.

Mit dem Punktegewinn in Utrecht konnte  Trainer Thomas Letsch (Bild oben) zwar am Ende leben, aber doch nicht zufrieden sein. Den Ausgleich erzielte Innenverteidiger Danilho Doekhi, der Kapitän, erst in letzter Minute per Kopf. In den letzten 24 Minuten spielte Vitesse dezimiert. Wegen der roten Karte für den Ex-Rapidler Adrian Grbic. Letsch brachte den Stürmer im Rückstand nach 53 Minuten für Lieferings ehemaligen Innenverteidiger Dominik Oroz, schaltete damit auf Offensive. Aber 13 Minuten später  war es für Grbic schon wieder vorbei. Weil er Utrechts Abwehrspieler Mike van den Horn im Luftkampf seinen Ellbogen spüren ließ. Gestern stand auf der Vitesse-Homepage zu lesen,  man werde den „Schikkingsvoorstel“, den Vergleichsvorschlag, des Verbands, zum Grbic-Ausschluss nicht akzeptieren. Der heißt vier Spiele Sperre.

Gegen Rapid wird er dabei sein, weil mit Lois Openda der Torschütze von Wien gesperrt ist, weiter um seinen erstes Treffer für Vitesse kämpfen. Sonntag begann statt Grbic der ehemalige Tirol-Legionär Nikolai Baden Frederiksen, ohne etwas zu bewegen. Das gelang auch nicht dem slowakischen Mittelfeldmotor Matus Bero, der in Wien gesperrt gefehlt hatte. Dem Sechsten Vitesse Arnheim geht es in Wahrheit noch schlechter als dem Siebenten Rapid. Weil der Rückstand auf die vorderen Plätze größer ist: Auf Rang drei (Feyenoord) fehlen 14 Punkte, auf Platz vier (Alkmaar) acht, auf den Fünften Twente Enschede fünf. Der späte Ausgleich von Doehki rettete am Sonntag Rang sechs. Ansonst hätte Utrecht Vitesse überholt. Rapid liegt „nur“ acht Punkte hinter dem Dritten Sturm Graz, vier hinter dem Vierten Austria Klagenfurt und je zwei hinter Austria und Ried.

Auswärtsfans sind am Donnerstag erlaubt. Also kann man davon ausgehen, dass einige Rapid-Anhänger die Reise ins von Wien 1054 Kilometer entfernte Arnheim auf sich nehmen werden. In der Hoffnung, am Ende so jubeln zu können wie im Dezember nach dem 1:0 in Genk.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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