Fußball

Von Burgstaller bis zu Schmid: Sechs „Ösis“ im härtesten Aufstiegskampf aller Zeiten

Der Tabellenführer einen Punkt vor dem Zweiten, zwischen Platz drei und neun nur drei Punkte Abstand: Die Rückrunde der zweiten deutschen Liga dürfte zum härtesten Aufstiegskampf aller Zeiten werden. Mit rot-weiß-roter Beteiligung: Sechs Österreicher sind darin involviert. Die Nummer eins ist Guido Burgstaller (Bild oben) beim Tabellenführer St. Pauli. Als Führender der Schützenliste mit 14 Treffern, mit Toren, die sonst keiner macht. Die Persönlichkeit des Kärntners ist extrem wichtig für den Höhenflug des Hamburger Kultklubs, er führt die Mannschaft. Knapp zurück auf Rang zwei der „Blitz von Stadlau“, der Wiener Matthias Honsak, mit Darmstadt. Er hat seinen Vertrag letzte Woche um ein Jahr verlängert. Sechs Punkte Vorsprung hat St. Pauli auf den großen Stadtrivalen, den Hamburger SV, Schalke, Nürnberg und Heidenheim. Für Schalkes „Ösi-Tormann“ Martin Fraisl wäre der Aufstieg das absolute Highlight seiner Karriere, ebenso für Nikola Dovedan beim 1. FC Nürnberg. St. Paulis Nordrivalen Werder Bremen mit Österreichs U 21-Teamspieler Romano Schmid und dem Tiroler Marco Friedl fehlen sieben Punkte auf Platz eins. Für den Hamburger SV, Schalke und Bremen ist der Aufstieg geradezu ein wirtschaftliches  Muss, beim Kiezklub St. Pauli nicht in diesem Ausmaß.

Zum Auftakt wartet auf den 32 jähriger Burgstaller eine Hammerwoche: Samstag daheim am Millerntor gegen den Vorletzten Erzgebirge Aue zum „Einspielen“, Dienstag der Pokalschlager unter Flutlicht gegen Borussia Dortmund, drei Tage später das große Hamburger Derby. 2000 Zuschauer dürfen ins Stadion am Millerntor. Das sind sieben Prozent des Fassungsvermögens. 2000 Besucher dürfen Samstag auch in die Hamburger Elbphilharmonie zu einem Konzert. Das sind 95 Prozent des Fassungsvermögens. Nicht nur in Österreich gibt es Corona-Verordnungen, über die man nur den Kopf schütteln kann. Auf die Frage, ob Aufstieg oder Pokalfinale, antwortete Burgstaller mit seiner entwaffnenden Ehrlichkeit: „Am besten beides“.

Zum Auftakt gibt es auch  Österreicher-Duelle: Am Samstag bei Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf zwischen Schmid und Friedl beziehungsweise Christoph Klarer. Der Innenverteidiger steht mit Fortuna überraschend im Kampf gegen den Abstieg. Bei Schalke – Holstein Kiel muss am Sonntag Fraisl Tore des Ex-Austrianers Benedikt Pichler verhindern. Der Salzburger erzielte bisher sechs. Eines davon vor Weihnachten beim 3:0-Überraschungssieg im letzten Spiel der Hinrunde gegen St. Pauli und Burgstaller.

 

Foto: FC St.Pauli.

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