Fußball

Von Mentalität bis zu Zauberern: Österreichs U 19 hat alles ausser Angst

15 Jahre schon ist es her, dass in Kanada bei der U 20-WM neue österreichische Stars „geboren“ wurden. Von Kapitän Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic, Veli Kavlak, Martin Harnik, Jimmy Hoffer bis zu Rubin Okotie. Der Sprung unter die letzten vier beherrschte damals die heimische Fußballszene. Steckt so viel Potenzial auch in der Mannschaft, die ab Sonntag in der Slowakei versucht, den Sprung zur U 20-WW nach Indonesien zu schaffen? „Wenn alles nach Plan verläuft, kommen wir ins Semifinale oder belegen wenigstens Rang fünf“, prophezeit Teamchef Martin Scherb (Bild oben). Das würde reichen. Mehr wird man nach dem Start gegen Gruppenfavorit England am Sonntag Abend in Banska Bystrica wissen. In den Österreich als 4,70-Außenseiter geht. Mit Israel und Serbien müssten Österreich auf jeden Fall auf Augenhöhe sein.

„Auch England macht uns keine Angst“, versichert Kapitän Ervin Omic. Das Wort fehlt im Sprachschatz der Hoffnungen der Jahrgänge 2002 und 2003. Aber sonst haben sie alles. Die nötige Mentalität für Erfolge. Austrias Verteidiger Leonardo Ivkic wird „Leo Maschine“ genannt. Rapids Innenverteidiger Leopold Querfeld bekam in der Bundesliga sogar Schützenkönig Karim Adeyemi in den Griff. Justin Omoregie, den Red Bull Salzburg bis 2027 unter Vertrag nahm, soll jede Aufgabe, die man ihm stellt, erfüllen können. Auch den Wolfsberger Nikolas Veratschnig kann Scherb auf einigen Positionen bedenkenlos einsetzen. Omic sorgt für die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive. Wolfsbergs Adi Jasic tut viel, Rapids Benjamin Kanuric fällt mit seiner Schusstechnik auf. Zudem gibt´s auch „Zauberer“ mit dem Ball. Durch die Knieverletzung von Köln-Legionär Philipp Wydra im Training reduzierte sich die Zahl auf zwei, die mit dem Ball, in eins zu eines-Duellen, einiges bewegen können. Das sind Yusuf Demir und der Admiraner Orhan Babuscu.

2:2 gegen Spanien nach 0:2-Rückstand durch Tore von Wydra und Kanuric, beim 2:0 gegen Dänemark trafen Rapids Verteidiger Pascal Fallmann und Jasic. An dem Sieg hatte auch Leibnitz-Tormann Elias Scherf seinen Anteil. Das waren die Resultate, die Österreich in der Eliterunde zur Europameisterschaft brachten. Auch zuvor in den Gruppenspielen gegen Ungarn, Estland und Belarus gab es keine Niederlage. Da darf man sich schon WM-Hoffnungen machen.  Einer, der vor Israel warnt, muss es aufgrund seiner Erfahrungen als Israels Sportdirektor und Teamchef wissen: Willi Ruttensteiner. Israel ist überzeugt, die bisher beste U 19 aufbieten zu können. Schaffte in der Eliterunde gegen Ungarn, Türkei und Schottland Platz eins, schaffte dabei gegen Ungarn ein Unentschieden. Wie Monate zuvor Österreich.

Foto: ÖFB/Tugrul Karacam.

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