Fußball

Von „nicht gerade Wembley“ bis zur Kuhweide: Viel Kritik an den so schlechten Plätzen

Schon in der ersten Runde nach der Winterpause begann die Kritik am schlechten Zustand des Rasens in den Stadien der Bundesligaklubs. Bei Sturms Heimpleite gegen Mattersburg erinnerte das Terrain in der Grazer Merkur-Arena eher an eine Sandwüste, speziell bei den Strafräumen. Und das wird keine einmalige Ausnahme gewesen sein, sondern bis Ende März so bleiben. Denn zuvor mach es keinen Sinn den Rasen auszuwechseln. Die Begründung der Stadionbetreiber von der Stadt Graz: Spätfolgen der Benützung im Finish der Herbstsaison durch Sturm, den Zweitligisten GAK und Wolfsberg bei den Heimspielen der Europa League. Sturm sind die Hände gebunden. Am letzten Wochenende mehrten sich die Klagen. Samstag sprach Wolfsberg Mario Leitgeb nach dem 0:2 bei WSG Swarovski Innsbruck davon, man habe auf einer Kuhweide in einem wunderschönen Stadion gespielt. Jener Leitgeb, der schon während des Spiels Sinn für Humor gezeigt hatte, als er in eine Sky-Kamera hinter dem Tor der Tiroler flüsterte: „Kann bitte einem der Schiedsrichter sagen, dass er schlecht pfeift?“ Der nachvollziehbare Hintergrund für diese erstmalige und sehr ungewöhnliche Bitte: Zuvor hatte der Wiener Referee Walter Altmann Wolfsberg beim Stand von 0:0 einen klaren Elfmeter vorenthalten, der das Match möglicherweise in eine andere Lenkung gebracht hätte.

Samstag sprach in Mattersburg nach dem 0:0 Altachs Trainer Alex Pastoor davon, dass es nicht leicht sei, auf einem „so schlechten Platz“ zu  spielen. Sonntag klagte Rapids Trainer Didi Kühbauer nach dem 2:2 in Hartberg davon, dass der Rasen nicht gerade „wie in Wembley“ gewesen sei und man es daher gar nicht so schlecht gemacht habe. Es gab auch deftigere Ausdrücke von ihm dazu, die von Hartbergs Spielern ebenfalls zu hören waren. Salzburgs Trainer Jesse Marsch (Bild oben) sprach nach dem 2:2 bei der Austria auch den Zustand des Rasen in der Genrali-Arna an. Von holprig bis zu glitschig wegen des Hybrid-Zusatzes, wodurch es mitunter schwer war, Halt zu finden.  Man die Kritik aber nicht mit dem Hinweis darauf abtun, dass die von Personen kam, die mit den Resultaten absolut nicht zufrieden waren.

Eigentlich müsste es sich die Bundesliga überlegen, auch in Sache Rasen tätig zu werden. Denn es ist keine Reklame für die Liga, wenn es derzeit eigentlich wenig Sinn macht, zu versuchen, Fußball zu spielen. Sondern mehr Chancen bringt, es mit hohen Bällen nach vorne zu versuchen. Also würde es  vielleicht Sinn machen, die Klubs oder wie im Fall von Sturm die Graz Stadt oder in Innsbruck die Stadionbetreiber höflich, aber doch bestimmt aufzufordern, sich mehr um den Zustand des Rasens zu sorgen. Weil Spiele auf einer Kuhweide wirklich kein Renommee sind.

Foto: Red Bull Salzburg.

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