Fußball

Warum Werder Bremen an Florian Kainz festhält

Keine Frage, bei Florian Kainz lief es bei Werder Bremen im ersten halben Jahr gar nicht nach Wunsch. Im Schatten des deutschen Olympiahelden Serge Gnabry auf seiner besten Position links im Mittelfeld nur drei Minuten bei seinem einzigen Einsatz in der Bundesliga, 23 bei der peinlichen 1:2-Cupblamage in der ersten Runde gegen Sportfreunde Lotte. Aber weder der Ex-Rapidler noch seine umsichtigen Berater wurden bei Bremens Sportchef Frank Baumann um eine Veränderung in der Winterübertrittszeit vorstellig. Weil Flüchten nicht die Sache  von Kainz ist. Wie wohl für ihn feststeht, dass er sich nur bis Sommer  Zeit gibt, die Situation entscheidend positiv für ihn zu verändern. Auch aus Werders Chefetage gab es kein Zeichen, dass er e sich verändern soll. Er fliegt zum Unterschied vom Werders anderem Ex-Rapidler, Thanos Petsos, Mittwoch mit ins Trainingslager nach Andalusien.

Baumann und zuletzt auch Trainer Alexander Nouri strichen die starken Trainingsleistungen von Kainz hervor. Die brachten ihn aber nur von der Tribüne auf die Ersatzbank. Aber das Festhalten an Kainz könnte auch einen anderen Grund haben, den  die „Bild“-Zeitung sogar auf Seite eins enthüllte: Gnabry kann für acht Millionen Euro Ablöse Bremen in jeder Transferzeit verlassen. Diese Klausel musste Werder  akzeptieren, um den 21jährigen Silbermedaillengewinner von Rio um fünf Millionen Euro von Arsenal zu bekommen. Das gilt für deutsche Verhältnisse, fast noch als Schnäppchen. Gnabry ist der Bremer Spieler im Herbst mit den meisten Einsatzminuten (1265 in 15 Spielen) sowie den meisten erzielten Toren (sieben). Inzwischen ist Gnabry auch zweifacher Nationalspieler bei Jogi Löw, für einen Spieler seiner Klasse mit spektakulären Dribblings sind acht Millionen ein Witz. Letzte Saison war Gnabry von Arsenal an West Bromwich verliehen, kam aber wegen Verletzungen nur zu einem Einsatz in d er Premier League. Dennoch glaubte Olympia-Teamchef   Horst Hrubesch weiter an ihn, nahm ihn nach Brasilien mit, ermöglichte dem 21jährigen das Durchstarten.

Also muss Werder mit der Gefahr leben, Gnabry im Sommer zu verlieren. Bereits seit August  gab es  Gerüchte, Gnabry und Bayern seien sich über seinen Wechsel nach seiner Zeit an der Weser einig. Also halten Baumann an Nouri an Kainz fest, weil sie wissen, in Sachen Gnabry viele Faktoren nicht selbst in der Hand zu haben. Mit dem Steirer hab sie eine konkurrenzfähige Alternative auf dieser Position. Aber vielleicht kommt Nouri  im Frühjahr auf die naheliegende Idee, es mit Gnabry und Kainz zu versuchen. Beide sind ja nicht auf die Position an der linken Flanke fixiert.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER/Wikimedia Common.

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