In Sachen Vertragsverlängerung mit dem Teamchef ist Algerien, der letzte Gruppengegner bei der WM, Österreich voraus. Vladimir Petkovic, der 62-jährige Bosnier, der auch sieben Jahre Schweizer Teamchef war, bleibt bis 2028 im Amt, unabhängig, ob er die Algerier bei der sechsten WM-Teilnahme stolz und glücklich machen kann, weil erstmals die k.o.-Phase erreicht wird. Ralf Rangnick wird seine Entscheidung über den Wunsch von ÖFB-Chef Josef Pröll, den Spielern und der Fans, den sie bei der siegreichen Generalprobe gegen Tunesien mit einem Transparent zeigten, sicher nicht vor den Gruppenspielen treffen, weil sie in erster Linie vom WM-Erfolg abhängig sein wird. Beim Training am Sonntag fehlte wegen der Belastungssteuerung nicht nur Kapitän David Alaba, auch Marcel Sabitzer, Marko Arnautovic, Florian Grillitsch und Patrick Wimmer waren nicht dabei. Alaba und Wimmer sollen Dienstag einsteigen, die anderen drei bereits Montag.
Zum ersten Termin im Medienzentrum Boca Raton kamen Konrad Laimer und Romano Schmid. Beide finden erwartungsgemäß die Bedingungen in Kalifornien perfekt, Laimer hätte höhere Temperaturen erwartet: „Ich brauch´schon einen Pulli“. Auch auf Fragen zum Ausfall von Christoph Baumgartner kamen ähnliche Antworten: „Keiner kann ihn eins zu eins ersetzen!“ Laimer versicherte, es sei ihm egal, auf welcher Position ihn Rangnick einsetzen wird. Auch wenn es in jedem Spiel eine andere sein sollte. Das WM-Ziel drückte er ganz simpel aus: „Wir wollen der ganzen Welt zeigen, wie gut ein kleines Land wie Österreich spielen kann!
Jordanien, der erste Gruppengegner, muss einen Stürmer vorgeben. Ibrahim Saibra, 20-jähriger Legionär bei Lok Zagreb, erlitt im Training einen Bänderriss im Knöchel. Weltmeister Argentinien schonte beim 2:0 (1:0) gegen Honduras Lionel Messi, Stammtormann Emiliano Martinez, Mittelfeldspieler Nico Paz und Atletico Madrid-Torjäger Juliano Alvarez. Ob Messi beim letzten Test in der Nacht auf Mittwoch gegen Island eingesetzt wird, ließ Teamchef Lionel Scaloni, noch offen. Nach Schlusspfiff begeisterte er die argentinischen Fans mit zwei Sprints am Rasen. Sein Signal, dass mit ihm zu rechnen sein wird. Mit Facundo Medina, dem Kapitän von Olympique Marseille, fehlt ein Verteidiger, der erste Wahl gewesen wäre, fix aus. Herausragend beim Sieg gegen Honduras war Lautaro Martinez, der Stürmerstar von Inter Mailand. Er verwandelte einen umstrittenen Elfmeter zum Führungstor, gab den Assist zum zweiten Treffer, den Giuliano Simeone, der Sohn des Atlético-Madrid-Trainers, erzielte. Im Finish feierte Ex-Salzburg-Legionär Nestor Capaldo, jetzt Kapitän des Hamburger SV, sein Debüt.
Foto: Yigit Oerme.