Fußball

Adi Hütter muss sparen: 50 Millionen Transferüberschuss sind Pflicht

Die erste Maßnahme von Adi Hütter nach seiner Rückkehr zu Eintracht Frankfurt sagt alles: Er beginnt mit der Saisonvorbereitung eine Woche früher als geplant. Statt am 18. schon am 11. Juli. Eine Woche früher als geplant, drei Tage vor dem Semifinale der Weltmeisterschaft. Das sagt alles: Ihm steht viel Arbeit bevor, damit Eintracht anders als in der abgelaufenen Saison wieder in die Europacupplätze vorstößt. Vor fünf Jahren schien er die Eintracht auf einen Champions League-Platz zu führen,  als sein Wechsel zu Mönchengladbach im Saisonendspurt öffentlich wurde. Eintracht verspielte daraufhin die Königsklasse, musste mit der Europa League vorliebnehmen. Die persönlichen Differenzen, die es deswegen zwischen Vorstandssprecher Axel Hellmann und Hütter gab, sind längst ausgeräumt. Hellmann war jetzt ein großer Befürworter des neuerlichen Engagements des 56 jährigen. Der jetzt zugibt, dass er seinen Abschied bereut und deshalb auch eine Geste setzte. Hütter hat zwar einen Vertrag bis 2029.  aber er sagte den Hessen eine Exit-Option zu. Sollte es wider Erwarten noch nicht passen, kann sich Eintracht für wenig Geld vom Vorarlberger trennen. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass er auch Angebote aus der Premier League hatte, über die er aber nie redete. Unter anderem von Nottingham, dem Semifinalisten in der Europa League.

Mit Sportvorstand Markus Krösche und dem Schweizer Leiter des Profifußballs, Pirmin Schwegler, hat Hütter bisher nicht zusammengearbeitet. Beide sind überzeugt, dass er für die aktuelle Lage genau der richtige Trainer ist, weil er für Offensivfußball, Klarheit und Disziplin steht. Selbst die Tatsache, dass Eintracht weiterhin hohe Transferablöse erzielen und somit die besten Spieler verkaufen muss, schreckte Hütter nicht ab. Und das, obwohl in diesem Sommer ein Transferüberschuss von mindestens 50 Millionen erwirtschaftet werden muss.. Intern ist sogar von 80 Millionen die Rede. So ist es ein offenes Geheimnis, dass Linksverteidiger Nathaniel Brown, der in neun Tagen 23 Jahre alt wird, verkauft wird. Er ist der einzige Eintracht-Spieler im deutschen WM-Kader. Da der Vertrag bis 2030 läuft, bringt das eine zweistellige Millionensumme. Die könnte von Bayern München kommen.

Hütter akzeptiert das. Ihm imponiert, dass Eintrachts Mitgliederanzahl seit seinem Abschied um 70.000 gewachsen ist. Insgesamt 160.000 bedeuten, dass Hütter künftig den sechstgrößten Sportverein Deutscghkand trainiert, der weltweit auf Rang neun liegt.

Foto: Eintracht Frankfurt.

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