Fußball

Was Ligavorstand Ebenbauer Wr.Neustadt vorwirft

Sky Österreich bat zur Präsentation für eine breite TV-Allianz mit ORF, A 1-TV, oe24.TV und Laola1 für die Zwölferliga ab 27.Juli auf die Wolke 21 im Saturn-Tower. Auffallend, dass mit dem ORF ein Partner keinen Wert darauf legte,  dabei zu sein. Sky-Geschäftsführerin Christine Scheil versprach die größte und beste Brichterstattung über die Liga, die es bisher gab. Samstag vier Stunden, Sonntag sechseinhalb, Montag dreieinhalb mit zwei neuen Formaten. Eines heißt „Dein Verein“, das zweite bleibt noch geheim. A1-Vorstand Marcus Grausam kündigte in Zusammenarbeit mit Sky ab 6. Juli ein attraktive Fan-Angebot an. Die Antwort auf die Frage, was es eine Fan kostet, via A 1-now, wie der Sender offiziell heißen wird, die vier sogenannte Free-TV-Spiele zu sehen, an der sogenannten neuen Ära des Streaming auf allen Geräten, was immer das auch sein mag, teilzuhaben, verriet Grausam allerdings nicht.

Die Zwölferliga beginnt am Freitag, den 27.Juli mit einem Eröffnungsspiel ab 20.45 Uhr. In den nächsten Tagen wird bekanntgeben, dass es sich dabei um Austria gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck aus der neuen Generali-Arena handeln wird. Trotz aller Themen über eine Zukunft, die besser sein soll, gab es auch genug Gesprächsstoff über das aktuellste Problem in der Gegenwart, den Protest von Wr.Neustadt  gegen die Beglaubigung des 1:1 im zweiten Relegationsspiel gegen St. Pölten. Die erste Instanz lehnte den Einspruch wegen des Einsatzes von David Atanga, der zuvor in dieser Saison schon für Red Bull Salzburg und Liefering gespielt hatte, nach FIFA-Regularien damit für einen Klub zu viel, ab. Unter anderem mit der Begründung, für  Österreich gelten die ÖFB-Regularien bezüglich des Einsatzes von Kooperationsspielern. Die FIFA-Regel dazu existiere erst seit 2007. Elf Jahre hätte also der Weltverband Zeit gehaat, den ÖFB darauf hinzuweisen, dass seine Regularien im Widerspruch zu denen der FIFA stehen. Passierte aber nicht. Und daher sei der Einsatz von Atnga gerechtfertigt gewesen.

„Es ist spannend“, behauptete Ligavorstand Christian Ebenbauer zu den letzten Wochen seit der Lzenzierung, der Schiedsgerichtsentscheidung pro Hartberg und dem nunmehrigen Protest von Wr.Neustadt, der in die zweite Instanz gehen wird: „Wenn alle Fristen ausgereizt werden, sind wir erst in der zweiten Juli-Woche fertig“, prophezeite Ebenbauer. Aber es wird doch auch im Interesse der Vereine liegen, dass die Entscheidung schneller fällt. Er steht zu der Meinung, die Entscheidung des Schiedsgerichts als schlecht zu empfinden: „Die Liga war der Beklagte, der verloren hat. Das kann ich doch nicht als gut empfinden.“ Wr.Neustadts Vorgehen aber auch nicht. Das Warnschreiben an alle Klubs wegen der Problematik um die Koopeerationsspieler sei Ende Jänner gegangen, Wr.Neustadt habe trotzdem imMärz noch Alex Sobczyk, Kooperatonsspieler von Rapid eingesetzt. Im Wissen, das er zuvor bei Grün-Weiß und St. Pölten im Einsatz war „Alle Vereine, die sich zu dieser Causa bei mir meldeten, regt auf, dass Wr.Neustadt St. Pölten nicht vor dem Spiel, als man die Aufstellung wusste, über die Vorbehalte gegen Atanga informierte. Das wäre korrekt gewesen, dann hätte St. Pölten noch reagieren können.“ Ob dies geschehen wäre, konnte er allerdings nicht bejahen. Ausserdem nehmen es die Zwölferliga-Klubs Wr.Neustadt nicht ab, erst auf der Heimfahrt von St. Pölten im Autobus die Problematik erkannt und darüber diskutiert zu haben.

Wenn St. Pölten mit einer Schadenersatzklage gegen die Liga reagieren sollte, wenn das Urteil in zweiter Instanz so bleibt und dann vom Schiedsgericht auch bestätigt wird, würde Ebenbauer das sogar akzeptieren: „Dazu leben wir ja in einem Rechtsstaat, in dem jeder vor Gericht um das kämpfen darf, von dem er glaubt, dass es ihm zusteht. Sie können ruhig klagen, weil das nicht den laufende Bewerb beeinflussen würde.“ Was derzeit abläuft, hingegen schon. Diese Spannung hätte Ebenbauer gerne der Liga und sich erspart: „Ich wünsch mir zwar, dass die Zwölferliga bis zur letzten Runde spannend bleibt, Aber in sportlicher Hinsicht, nicht am grünen Tisch.“

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