Fußball

Wenig Gutes für Foda in Deutschland

Nicht einmal mehr zwei Monate bis zum Österreichs Start in die Qualifikation zur Europameisterschaft gegen Polen. Daher hätte sich Teamchef Franco Foda sicher bessere Neuigkeiten aus der deutschen Bundesliga gewünscht als am Freitag und Samstag. Freitag Abend sah er live bei Minusgraden im Gefrierfach Berliner Olympiastadion das Brutalo-Foul von Hertas Holländer Karim Rekik an Alessandro Schöpf, nach dem der Tiroler für die ersten zwei Spiele gegen Polen und Israel ausfällt, eher er nach dem Spiel mit Valentino Lazaro und dem gemeinsamen Berater Max Hagmayr das Match analysierte. Am Samstag spielte Teamkapitän Julian Baumgartlinger bei Leverkusens 3:0 (1:0)  in Wolfsburg nur in den letzten 16 Minuten, Aleksandar Dragovic durfte wieder nur aufwärmen. Bei Augsburgs 0:2 (0:0) in Mönchengladbach begannen von den Österreichern nur Kevin Danso und Martin Hinteregger im Abwehrzentrum. Michael Gregoritsch, einer der Kandidaten für den Teamangriff, kam erst nach 82 Minuten, sogar 15 nach Landsmann Georg Teigl. Augsburg ist nun schon zehn Spiele ohne Sieg. Kevin Wimmer ging mit Hannover beim Tabellenführer Borussia Dortmund 1:5 unter, Die sieglose Serie von Hoffenheim ging hingegen mit dem 4:2 in Freiburg, wobei Florian Grillitsch durchspielte, beim dritten Tor seine Beine im Spiel hatte. Das ist eine der wenigen guten Nachrichten für Foda. Vielleicht bringt der  Sonntag durch David Alaba, der mit Bayern VfB Stuttgart empfängt sowie beim Österreicher-Duell zwischen Kevin Stöger, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer bei Fortuna Düsseldorf-RB Leipzig bessere-

Es gab zwei österreichische Tore. Beide nicht von Teamspielern. Georg Margreitter köpfelte beim 1:2 (1:1) von Schlusslicht Nürnberg in Mainz den Ausgleich, haderte nachher mit dem Videobeweis. Denn Nürnbergs vermeintlicher Führungstreffer wurde aus dem Kölner Videokeller wegen einer knappen Abseitsstellung, die mit dem freien Auge nicht zu erkennen war, annulliert.  Martin Harnik, der seine Teamkarriere letztes Jahr beendete, brachte Werder Bremen im intensiven, sehenswerten Schlager gegen Adi Hütters Eintracht Frankfurt, 2:1 in Führung. Am Ende hieß es 2:2 (1:1), weil zwei der drei Frankfurter „Torbüffel“ wieder trafen. Zunächst Ante Rebic, dann verwandelte der Franzose Sebastien Haller einen Elfmeter: „Die Leistungen sind noch nicht so gut wie im Herbst“, gestand Hütter, „aber wenn man dann vier Punkte aus zwei Spielen holt, ist das irgendwie auch ein Zeichen von Qualität.“ Nächste Runde empfängt Frankfurt Tabellenführer Dortmund, der noch nie in seiner Vereinsgeschichte nach 19 Runden schon 48 Punkte auf dem Konto hatte.

Für den Punkterekord sorgte der Kantersieg über Hannover , der auch für einen Trainerwechsel beim Vorletzten gesorgt haben dürfte. Bis Montag soll es offiziell sein, dass Andre Breitenreiter gehen muss. Unter den Nachfolgekandidaten scheint mit Peter Stöger auch ein Österreicher auf, obwohl er in Dezember auf Anfrage abgewunken hatte. Offenbar gibt´s einen zweiten Versuch. Weitere Namen: Der ehemalige deutsche Teamspieler Thomas Doll, zuletzt bei Ferencvaros Budapest, laut „Bild“ als klassischer Feuerwehrmann Felix Magath, der frühere Meistertrainer von Bayern und Wolfsburg, sowie der ehemalige Mittelfeldstar Stefan Effenberg. Magath war seit 2017 nach dem Ende seines China-Engagements bei Luneng nur noch kritischer Beobachter. Effenbergs bisher einziger  Versuch im Trainergeschäft scheiterte 2015/16 beim Zweitligisten Paderborn. Egal, wer die Rettungsmission bekommt: Es wird ein Himmelfahrtskommando.

Foto: ÖFB (© Christian Houdek).

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