Fußball

Werden David Alabas Bayern-Wünsche auch Franco Foda beschäftigen?

Zum Abschluss des Trainingslagers von Bayern München in Katar vermeldete „Bild“ neue Wünsche von David Alaba bezüglich seiner Position bei deutschen Meister.  Er will künftig die Position im Abwehrzentrum auch nicht räumen, wenn der deutsche Teamspieler Niklas Süle und der französische 80 Millionen-Kauf, Weltmeister, Lucas Hernandez wieder fit sind. Bei Süle wird das in dieser Saison nicht mehr der Fall sein, bei Hernandez könnte es nach einer Sprunggelenksoperation bis März dauern. Beim Rückrundenstart am 19.Jänner in Berlin gegen Hertha BSC und Bayerns Ex-Trainer Jürgen Klinsmann wird Alaba vermutlich gemeinsam mit Jerome Boateng im Abwehrzentrum spielen. Er ist dabei der Fixstarter. Als linker Verteidiger feierte er mit den Bayern die größten Erfolge, sprich das Triple vor sieben Jahren, aber die Zeiten auf dieser Position sollen seinen Wünschen nach endgültig der Vergangenheit angehören. Ins Abwehrzentrum beorderte ihn nach den Ausfällen von Hernandez erstmals seit der Ära von Pep Guardiola wieder Niko Kovac im letzten Spiel seiner Ära, dem 1:5 in Frankfurt Anfang November. Kovac-Nachfolger Hansi Flick änderte nichts daran, lobte im Dezember Alaba als neuen Abwehrchef, bezeichnete ihn als unverkäuflich, als in London Gerüchte die Runde machen, dass Chelsea für ihn Bayern 70 Millionen Euro bieten werde. Kapitän Manuel Neuer lobte  Alaba als „Leader“, in der Rangliste des „Kicker“ kam er bei den Innenverteidigern der Bundesliga auf Platz zwei hinter Matthias Ginther von Mönchengladbach.

Alabas Begründung für seine Wünsche: „Weil ich im Zentrum das komplette Spiel vor mir habe, es damit besser lesen und die Mannschaft nochmals mehr unterstützen kann“. Als Linksverteidiger profilierte sich in den letzten Wochen ohnehin der 19 jährige Kanadier Alphonso Davies. Jetzt bleibt die Frage, ob Alabas Wünsche sich auf Bayern München beschränken oder auch für Österreichs Nationalteam gelten.  Als Teamchef Franco Foda und er im November über das EM-Ticket jubelten (Bild oben), spielte er zuvor beim 2:1 gegen Nordmazedonien links im Mittelfeld vor Andreas Ulmer. Die Position links im Abwehrzentrum, die Alaba bei Bayern übernahm, hat bei Österreichs Team Eintracht Frankfurts Publikumsliebling Martin Hinteregger. Da gibt es eigentlich keinen Grund, daran etwas zu ändern. Foda, der diese Woche in Marbella beim Trainingslager von Schalke und Hoffenheim vorbei schaute, steht mit Alaba ständig im Austausch, seit seine Ära im November 2017 begann.  Ob sich daraus die Frage um seine Position für die Europameisterschaft entwickelt?

Diskussionen, darüber gab es bereits unter Franco Fodas Vorgänger Marcel Koller. Aber die drehten sich nach der Europameisterschaft 2016 in Frankreich und dem Ende der Teamkarriere von Christian Fuchs darum, ob Alaba nicht als Linksverteidiger mehr helfen könnte wie im zentralen oder offensiven Mittelfeld. Foda blieben die Alaba-Diskussionen bisher erspart, bei ihm spielte er fast immer links im Mittelfeld, kaum im Zentrum. Die Position als Linksverteidiger blieb unter Foda meist für Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer reserviert, wenn Österreich mit einer Viererabwehr agierte. Linksverteidiger war Alaba unter Foda nur im Herbst 2018 beim 0:0 gegen Bosnien im Happel-Stadion. Es wird spannend, wie Foda im Frühjahr damit umgehen wird, wenn Alaba bei Bayern wie von ihm gewünscht im Abwehrzentrum bleibt.

Foto: ÖFB.

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