Fußball

Wie beim Derbytriumph: Schobesberger ist Rapids Schlüssel zum Aufstieg in Graz

Semifinale im Cup mit dem ausverkauften, emotionellen Schlager zwischen Sturm Graz und Rapid: Die Merkur-Arena, in der Rapid letztmals am 21.Februar 2016 in der Ära von Zoran Barisic Rapid besiegte, wird Mittwoch Abend bei mehr als 15.000 Zuschauern wohl zum Hexenkessel. Beim Anpfiff des Vorarlberger Referees Robert Schörgenhofer wird bereits feststehen, wer der Finalgegner von Sturm oder Rapid sein wird. Schafft Titelverteidiger Red Bull Salzburg in Mattersburg das Weiterkommen, steigt das Endspiel am 9.Mai in Klagenfurt. Bei einer Sensation der  Burgenländer schon am 1. Mai, am Tag der Arbeit. Für die Salzburger ist es bereits das 53. Bewerbsspiel in dieser Saison. Aber alles ist schon auf das erste Semifinale  in der Europa League am 26, April bei Olympique Marseille ausgerichtet: Um die Strapazen möglichst gering zu halten, flog Salzburg Dienstag nach Wien, fuhr von Schwechat mit dem Bus ins Burgenland. Das nächste Meisterschafsheimspiel gegen Altach wurde mit Zustimmung der Vorarlberger und der Liga von Samstag auf Sonntag verlegt. Trainer Marco Rose wollte es so: Im Cup muss Salzburg nur zwei Tage nach dem 6:2 bei der Admira ran. Nach Mattersburg wieder nur zwei Tage Pause zu haben, erschien  Rose noch strapaziöser zu sein. Da verkürzte er lieber die Vorbereitung auf Marseille von vier auf drei Tage. In Mattersburg verspielte Salzburg vor einem Monat in der Bundesliga mit zehn Mann eine 2:0-Führung, traf Salzburg-Leihspieler Smail Prevljak zweimal zum Ausgleich. Rose: „Wir sind gewarnt“.

Jedes Semifinale ist live im TV zu sehen. Mattersburg auf Puls 4, der ORF zeigt den Schlager aus der Steiermark. Sturm deklariertes Saisonziel heißt Platz zwei und Cupsieg: „Das würde alle überglücklich machen“, wusste Trainer Heiko Vogel. Da ist Rapid etwas vorsichtiger. Rang zwei hinter Salzburg ist eher nicht mehr zu schaffen, im Cup heißt die Vorgabe offiziell, wie im Vorjahr wieder Klagenfurt zu erreichen. Dort gab es dann gegen Salzburg die bisher einzige Niederlage in sechs Cupspielen unter Trainer Goran Djuricin, der seinen Semifinalgegner lobte: „Sturm spielt eine Supersaison, Sportchef Günter Kreissl hat hervorragende Transfer getätigt.“ Einen schon letztes Jahr mit Deni Alar, der in Hütteldorf nach fünf Saisonen trotz 43 Toren in 139 Pflichtspielen nicht mhr gefragt war. Weniger bei Barisic, vor allem bei Ex-Sportchef Andreas Müller. Bei Sturm kam der 28jährige bisher auf 37 Tore in 74 Pflichtspielen, darunter  auf zwei gegen Grün-Weiß. In dieser Saison hat er mit 20 Treffern schon drei mehr erzielt als in der vergangenen. Einem anderen Ex-Rapidler ging diese Saison der Knopf auf: Peter Zulj

Rapids Ehrenkapitän Steffen Hofmann formulierte es im Jubel über den Derbytriumph treffend: „Unser Anspruch muss es sein, immer so überzeugend aufzutreten!“ Also auch in Graz. „Intelligent spielen, agieren statt reagieren und Risiko nehmen. Denn ohne Risiko kann man nichts gewinnen“, nannte Djuricin die Marschroute zum sechsten siegreichen Cupspiel seiner Ära. Womit er Sportchef Fredy Bickel ein Argument liefern würde, um seine Vertragsverlängerung zu kämpfen. Ob Djuricin wieder auf die Kontertaktik setzt, die gegen Austria so perfekt aufging? Der Schlüssel zum Weiterkommen wird wie im Derby Philipp Schobesberger heißen. Er hat in Graz für Rapid schon drei Tore erzielt. Darunter beide beim letzten Sieg, dem 2:0 am 21.Februar 2016, als Barisic ebenfalls total auf Konter setzte. Und eines beim 2:2 am 3. Mai 2015, als er Rapid in Führung brachte.

Wenn der „Pfitschipfeil“  Sturms Abwehr so zusetzt wie der von Austria, wenn er auch Dario Maresic und Lukas Spendholfer so schlecht aussehen läßt wie die violetten Innenverteidiger Michael Madl und Aleksandar Borkovic, kann es für Rapid mit dem zweiten Cupfinale hintereinander klappen. Ein Detail am Rande: Von der Sturm-Mannschaft, gegen die Grün-Weiß der letzte Sieg in Graz gelang, steht zwei Jahre später vielleicht nur einer in der Startelf. Von den damaligen 14 Verlierern ist nur noch Bright Edomwonyi bei Sturm und war dazwischen auch schon weg. Zu den Rapid-Siegern von 2016 zählte auch noch Alar, der in den letzten 20 Minuten spielte. Andere fünf Sieger, die Mittwoch beginnen könnten: Richard Strebinger, Mario Pavelic, Max Hofmann, Thomas Murg und Kapitän Stefan Schwab.

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