Fußball

Wie lange wird Rapid Leo Greiml noch halten können?

Viel länger als ein Jahr werden wir ihn wohl nicht mehr halten können. Das sagte Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic im September 2020, als er Leo Greiml nicht zum belgischen Meister FC Brügge ziehen ließ. Weil die Belgier nicht so viel Ablöse zahlen wollten wie „Zoki“ verlangte. Donnerstag Abend kam einem der Barisic-Satz wieder in Erinnerung, als der 20 jährige Innenverteidiger, der aus Horn im Waldviertel kommt, der herausragende Spieler beim 3:0 gegen Sorja Luhansk im Hinspiel der Play offs zur Europa League gegen Sorja Luhansk war. Einen Marktwert von 1,80 Millionen Euro hat Greiml, der bisher drei Spiele in Österreich U 21 bestritt, laut transfermarkt bereits. Sollte bis Ende August noch ein Angebot bei Greimls Berater Thomas Böhm eintrudeln, wird ihn Barisic sicher nicht um diese Summe ziehen lassen.

Irgendwie steht Greiml für den Satz „das Glück kann man auch erzwingen“, das einigen als Begründung für Rapids 3:0 einfiel. Unerbittlich konsequent und schon sehr clever in den Zweikämpfen. Ein Waldviertler, der alles wegräumt, wie Kapitän Max Hofmann lobte, damit Tore verhindert. 2018 übersiedelte er von St.Pöltens U 18 nach Hütteldorf, ein Jahr später feierte er ein unglückliches Debüt in der Bundesliga beim 1:2 im Heimspiel der Play offs um einen Europacupplatz gegen Sturm Graz mit einem Gegentor.  Die Rapid-Bilanz von Greiml: 44 Spiele, davon 33 in der Bundesliga, zwei im österreichischen Cup, neun im Europacup. In Greimls Umfeld fürchteten einige, dass er in  dieser Saison wegen der großen Konkurrenz unter den Innenverteidigern bei Rapid nicht oft spielen wird. Zu Saisonbeginn schienen auch Hofmann und Neuzugang Kevin Wimmer gesetzt zu sein. Aktuell stellt es sich aber anders dar: In dieser Form ist er unverzichtbar, ein absoluter Fixstarter., nicht wegzudenken. Außer es kommt bis 31. August noch ein Angebot, das Barisic nicht ablehnen kann. Greimls Vertrag löuft bis 30. Juni 2022. Das heißt: In inem Jahr würde Rapid keine Ablöse für ohn bekommen,

Zu denen, die immer an Greiml glaubten, auch wenn er ihn mitunter nicht spielen ließ, gehörte Trainer Didi Kühbauer. Seine Lobeshymnen auf das 1,86 Meter große Bollwerk: „Er liebt Fußball, will jeden Tag dazulernen und besser werden!“ Das scheint Greiml derzeit zu gelingen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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