Fußball

Wiedersehen in der Südstadt: Ernst Baumeister war Peter Stögers letzter Trainer . . .

Als  Admira am 2. Juni zu Beginn der Qualifikationsrunde in der Generali-Arena gegen Austria unglücklich 0:1 verlor, ohne die schlechtere Mannschaft gewesen zu sein, war Ernst Baumeister noch nicht Sportchef der Admira. Drei Wochen später, Dienstag bei der „Revanche“ in der Südstadt. ist er es wieder. Auch wenn sich der inzwischen 63 jährige voll mit der Aufgabe, den Abstieg zu verhindern, identifiziert, darin aufgeht, ist er eigentlich doch noch immer ein Austrianer. Und so ist das Match für ihn auch eine Erinnerung an seine erfolgreichste Zeit. Nämlich als Spieler bei Violett von 1974 bis 1987. Achtmal Meister, viermal Cupsieger, das Finale im Europacup der Cupsieger 1978 in Paris (0:4 gegen Anderlecht), als Austria-Spieler in Österreichs Team bei den Weltmeisterschaften 1978 und 1982 dabei.

Die Erinnerung an die Trainerzeit in Violett ist nicht annähernd so gut: Von 1998 bis 2001 bei den Amateuren, dann für fünf Spiele Interimstrainer, dann für 19 Assistent vteon Arie Haan in der hektischen Zeit unter Frank Stronach mit vielen Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar waren. Nach einem Derbysieg gegen Rapid musste Haan gehen und damit auch Baumeister (Bild oben) Als er bei Zweitligist Untersiebenbrunn Trainer war, gehörte Austrias Sportvorstand Peter  Stöger für kurze Zeit zu seinen Spielern, ehe der vor 16 Jahren seine Karriere beendete. Stöger sagt heute: „Ich denke noch gerne an diese Zeit in Untersiebenbrunn zurück!“ Dienstag zählen aber keine Erinnerungen, nur die Gegenwart. In der  Austria Platz eins im Fernduell gegen Altach (daheim gegen Mattersburg) verteidigen will, Admira dringend Punkte zum Klassenerhalt braucht. Austria ist seit sechs Partien gegen Admira ungeschagen, aber Stöger warnt: „Für uns gib es keinen Selbstläufer“. Das sieht auch Christian Ilzer so: „Es darf nicht passieren, dass wir nachlassen!“

Und Admira? Baumeister sorgte für eine bessere interne Stimmung, aber die Qualität in der Mannschaft kann er damit auch nicht entscheidend verbessern. Durch die Sperren von Christoph Schösswendter und Roman Kerschbaum muss Trainer Zvonimir Soldo ein neues Abwehrzentrum „erfinden“, in dem nur der von Red Bull Salzburg umworbene Emanuel Aiwu eine feste Größe ist, und im Mittelfeld umstellen. Trotzdem traut der Kroate Admira einen Punktezuwachs zu.  Baumeister sieht das Duell gegen seinen Ex-Klub realistisch als eine von drei Möglichkeiten, das zu verhindern, was Thomas Silberberger, der Trainer des Letzten WSG Swarovski Tirol, letzten Samstag prophezeite: Ein Entscheidungsspielen zwischen seiner Mannschaft und der Admira in der letzten Runde am Innsbrucker Tivoli um den Klassenerhalt. Die Tiroler gastieren Dienstag Abend in St.Pölten, wo Trainer Robert Ibertsberger die Devise „näher zusammenrücken, weiter kämpfen“ ausgab. Der Abstiegskampf  könnte auch in den Köpfen entscheiden werden.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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