Eishockey

Zürich schweigt über grünes Licht für Rossi

Drei Wochen, nachdem Bill Guerin, der General Manager von Minnesota Wild, beim virtuellen NHL-Draft als seinen „First Pick“ Marco Rossi zog, wäre die Zukunft des 19 jährigen Vorarlbergers eigentlich geklärt.  Der Dreijahresvertrag mit Minnesota ist ausgehandelt und unterschrieben, Guerin hat nichts dagegen, wenn sich der hochtalentierte Center für den NHL-Start, der vermutlich am 1. Jänner erfolgen wird, beim Schweizer Spitzenklubs  ZSC Lions und danach im Dezember mit Österreich bei der U 20-WM in Edmonton sozusagen quasi einspielen würde. Die erste Gelegenheit hätte er Freitag im Züricher Hallenstadion vor erlaubten 50 Zuschauern gegen Davos mit seinem Landsmann Benjamin Baumgartner, mit dem er im bei der U 20-WM  für Österreich spielen soll, und die NHL-Legende Joe Thornton. Insgesamt stünden neun Partien bis Ende November am Spielplan, ehe die Vorbereitung auf die U 20-WM beginnt.

Aber  Covid 19 setzte nicht nur der ICE League in Österreich, Italien, Ungarn und der Slowakei zu, in der alle für das Wochenende angesetzten Spiele verschoben wurden, sondern auch der Schweizer Nationalliga. Mit Rapperswil musste schon die dritte der zwölf Vereine in die Mannschaftsquarantäne zuvor waren es Fribourg und Lugano mit Österreichs Teamspielern Raphael Herburger und Bernd Wolf. Also gehören auch in der Schweiz Verschiebungen zur Tagesordnung. Was verwundert, ist das Schweigen der ZSC Lions, derzeit auf Platz drei, zu Rossi (Bild), der bereits im Nachwuchs für die Züricher gespielt und im Sommer bei ihnen trainiert hatte.  Sportchef Sven Leuenberger war zwar während des Drafts bei Rossi und seiner Familie in Vorarlberg, aber auf der Homepage des Schlittschuhclubs, der Dienstag im Tessin bei Ambri Piotta mit 2:5 die dritte Niederlage in Serie bezog (Ambris österreichischer Teamstümer  Dominic Zwerger lieferte vier Assists ab), stand Mittwoch Abend noch kein Wort von der Minnesota-Leihgabe.

Vielleicht aus Schock über die Entscheidung des Bundesrats, keine Zuschauer mehr in die Hallen zu lassen. Obwohl es in den bisherigen vier Wochen der Saison keinen Fan gab, der sich bei einem Match infizierte. Bisher durfte der Züricher SC vor 1000 Zuschauern spielen. Montag hatten die zwölf Klubpräsidenten an die Politik appelliert und versichert, man müsse, wolle und könne trotz Pandemie die Saison mit Zuschauern beenden. Nützte nichts. Das bedeutet einen großen Rückschlag, die Angst geht um, dass die Existenz einiger Vereine in Gefahr ist. Peter Zahner, der Geschäftsführer des Züricher SC, sprach von einem Verlust von bis zu zehn Millionen Schweizer Franken. Das sind rund 9,3 Millionen Euro.

Das beschäftigt mehr als das mögliche Debüt von Rossi, der in Zürich zwei schwedische Trainer bekommt: Rikard Grönborg, der mit Schwedens Team zweimal Weltmeister wurde und Tommy Samuelsson als Assistent. Der ist in Österreich bekannt: Spieler bei den Vienna Capitals zwischen 1995 und 1998. Unter anderem mit Patrick Pilloni, jetzt einer der Berater von Rossi beim Unlimited Sports Management. Trainer war Samuelsson in Innsbruck (2004/05) sowie von 2011 bis 2014 bei den Vienna Capitals.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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