Fußball

Zuerst Klagenfurt, dann Selhurst Park: Zweimal Hasenhüttl

In Englands Premier League wird seit drei Jahren über Ralph Hasenhüttl geredet, seit er den Trainerjob beim FC Southampton übernahm. In Österreichs Bundesliga fiel der Name Hasenhüttl erstmals seit Jahrzehnten wieder am Mittwoch. Als Austria Klagenfurts Sportchef Matthias Imhof und Geschäftsführer Harald Gartner Patrick Hasenhüttl, den 24 jährigen Sohn von Ralph, als Neuzugang präsentierten (Bild oben). Etwas überraschend. Sein erstes Engagement in Österreich, obwohl er von 2013 bis 2016 13 Spiele in Österreichs  Nachwuchs-Nationaleams zwischen U 17 bis U 19 bestritt. Mit seinen 1,90 Metern erinnerte der Mittelstürmer von der Statur an seinen Vater in aktiven Zeiten beim GAK, der Wiener und Salzburger Austria. Sein letztes Match in Österreichs Bundesliga bestritt Ralph 1996. Ein Jahr später wurde Patrick geboren. In Belgien, als der inzwischen 54 jährige Vater  bei Mechelen spielte.

Ralph Hasenhüttl griff nie wirklich in die Karriere seines Sohnes ein. Vertrat den Standpunkt, dass der selbst  Weg finden müsse. Ohne Hilfe des Papas. Patrick wechselte von der U 17 von Unterhaching (wo sein Vater zwischen 2007 und 2010 seinen ersten Job als Cheftrainer hatte) in den Nachwuchs des VfB Stuttgart, von dort 2015 in die U 19 von Ingolstadt, damals gerade mit seinem Vater als Trainer in die Bundesliga aufgestiegen. In Ingolstadt schaffte er es in die zweite Mannschaft. Ab 2019 versuchte er es bei Türkgücü München, ein Jahr später wieder bei Unterhaching. Den Abstieg des Münchener Vorortklubs aus der dritten Liga in die Regionalliga Bayern konnte er nicht verhindern. Diese Saison war er für Unterhachings Trainer mit Bayern-Vergangenheit, Sandro Wagner, kein Thema. Hasenhüttl pausierte im Herbst wegen einer Meniskusverletzung. Jetzt wechselte er aus der vierten deutschen Klasse in die erste Liga Österreichs. Taugt er für die? In der dritten deutschen Liga erzielte er in 22 Spielen fünf Tore, in der Regionalliga 36 in 105 Einsätzen. Klingt nicht unbedingt überzeugend. Sein neuer Trainer Peter Pacult hat noch gegen seinen Vater gespielt.

Ralph Hasenhüttl wird vom Klagenfurt-Engagement eines Sohnes gewusst haben, als er mit Southampton Mittwoch Abend im Londoner Selhurst-Park ein 2:2 (2:1) gegen Crystal Palace erkämpfte. Im zweiten Spiel mit dem 40 jährigen argentinischen Tormann Willy Caballero lagen die „Saints“ nach zwei Minuten 0:1 zurück, führten nach 36 2:1, kassierten nach 65 den Ausgleich. Mit der Leistung war Hasenhüttl zufriedener als mit dem Resultat. Southampton überholte mit dem Unentschieden Leeds, das bei Manchester City mit 0:7 unterging, liegt auf Rang 15 sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen. Vor Weihnachten empfängt Southampton Samstag im St. Mary´s Brentford.

Brentford musste in dieser Runde pausieren, da es bei Gegner Manchester United einen Corona-Cluster gibt. Wie letzte Woche bei Tottenham, weshalb die Spiele der „Spurs“ gegen Rennes in der Conference League und in der Premier League bei Brighton ausfielen.  Wie aktuell auch  bei Watford, dem Klub von Österreichs Teamtormann Daniel Bachmann. Daher wurde Mittwoch Watfords Spiel in Burnley abgesagt.

 

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