Fußball

Zum 70. Geburtstag von Herbert Prohaska 70 Geschichten über Prohaska – Tag 63

70 Geschichten Herbert Prohaska 70 Geburtstag

Am 8. August feiert Herbert Prohaska, Österreichs Jahrhundertfußballer, der letzte Teamchef, mit dem sich Österreich für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, seinen 70. Geburtstag.  Sie können bis zum Ehrentag täglich eine Geschichte aus dem Leben von Herbert Prohaska, insgesamt 70, lesen.

Der Medienansturm zu seinem 70. Geburtstag kam für Herbert Prohaska in diesem Umfang etwas unerwartet. Sogar eine Kirchenzeitung wollte ein Interview mit ihm. Zum Glück hat er mit seiner Frau Elisabeth eine geradezu perfekte Teammanagerin: „Sie merkt sich alles“, lobt er. E selbst hat diese Fähigkeiten nicht.  Das Remmidemmi um seinen Geburtstag beginnt schon eine Woche vorher. Am Freitag mit einer großen Show auf der Donaubühne Tulln, nicht  einmal 25  Kilometer von Prohaskas Wohnort Klosterneuburg-Kierling entfernt. Mit vielen prominenten Gästen wie der in Taschkent geborenen Sopranistin Natalia Ushakova, Etta Scollo, die italienische Lieder zum Besten geben wird, der portugiesischen Sängerin Sandra Pires, von Österreichs Szene Reinhold Bilgeri, Lukas Resetarits, Christoph Seiler  und Thomas Stipsits.

Prohaskas Gesangskarriere begann in seiner aktiven Austria-Zeit. Sein Trainer Ferry Janotka war ein großer Fan des Wiener Lied-Sängers Horst Chmela, nahm seine Spieler mehrmals zu Chmelas Auftritten mit. Prohaska sang gerne mit, worauf ihm Chmela sagte: „Du machst das so gut, wir müssen gemeinsam singen!“ 1984 kamen die Titel „Freund sein“ und „Jetzt oder nie“ als Schallplatte auf den Markt. Aufnahmetermin im Studio war unglückseligerweise am Tag nach dem traditionellen Austria-Winterurlaub, an dem sich die Mehrheit der Mannschaft im Tiroler Zillertal beim ehemaligen Weltcupläufer Uli Spieß im Mayrhofen beteiligte, bei dem es meist hoch herging, der stets das gute Klima in der Mannschaft unter Kapitän Prohaska zeigte. Einen Tag danach war es um seine Stimme nicht zum Besten bestellt. Zum Glück kann man im Studio einiges „reparieren“.

Die Prohaska-Schallplatte hat noch eine besondere Geschichte. Das Cover stammt von keinem geringeren als dem weltberühmten Maler Ernst Fuchs. Das machte ein Austria-Mäzen möglich. Viermal mussten Chmela und Prohaska in sein Studio, in die berühmten Otto Wagner-Villa in der Hüttelbergstraße, kommen, um Modell zu sitzen. Fuchs überließ Prohaska am Ende die Originalzeichnung, die bei ihm daheim einen Ehrenplatz hat. Bei der Gelegenheit sicherte sich Prohaska von Fuchs auch zwei Statuten. Die bezahlte er, bekam einen „Vorzugspreis“.

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