Fußball

Gegen Blau Weiß Linz muss Austrias Siegesserie beginnen, sonst . . .

Noch kein Heimsieg der Wiener Austria in den bisherigen neun Runden, aber dennoch sind über 11.000 Karten für den nächsten Anlauf dazu, am Samstag gegen Aufsteiger und Salzburg-Bezwinger Blau Weiß Linz verkauft. Trainer Michael Wimmer behauptete zwar, mehr Druck als vor dem Derby gegen Rapid am letzten Sonntag könne nicht sein, aber es ist bleibt noch immer genug übrig. Denn auch Wimmer weiß, dass gegen Blau Weiß mit einer Serie von mehreren Siegen begonnen werden muss, um noch in die Meisterrunde zu kommen.  Zwar versicherte Präsident Michael Gollowitzer erst Freitag, sich in sportliche Belange nicht einmischen zu werden, aber dennoch prophezeien violette Insider, dass Wimmer ohne Sieg gegen die Linzer, die aktuell sicher um einiges ernster genommen werden als zu Saisonbeginn, doch gehen wird müssen.

Das hätte auch damit zu tun, dass Gollowitzer seinerzeit maßgeblich dazu beitrug, dass Manfred Schmid Trainer der Austria wurde, nicht damit einverstanden war, dass er im letzten Dezember gehen musste und sich jetzt darin bestätigt fühlt, weil Wolfsberg sieben Punkte mehr hat und fünf Plätze vor der Austria auf Rang fünf liegt. Freitag gelang den Kärntnern ein Erfolg abseits des grünen Rasens: Der bis 2025 laufende Vertrag mit dem 22 jährigen Ghana-Stürmer Augustin Boakye wurde vorzeitig bis 2027 verlängert. Das bringt Planungssicherheit. Zurück zur Austria: Wimmer muss den Matchplan gegen Blau Weiß ohne den verletzten Kapitän Manfred Fischer und die gesperrten Matthias Braunöder und James Holland entwickeln. Das heißt: Von vier zentralen Mitttelfeldspielern fallen drei aus, womit der vierte, Aleksandar Jukic (Bild), Fixstarter ist. Wimmer hat verschiedene Ideen, wer mit Jukic im Zentrum beginnen könnte. Die offensive heißt Dominik Fitz, die vorsichtigere und realistischere Lucas Galvao. Der Innenverteidiger erstmals im defensiven Mittelfeld.

Freitag stellte sich nach nur vier Tagen Amtszeit erstmals der neue Finanzvorstand Harald Zagiczek an der Seite von Gollowitzer den Medien. Bestätigte den guten Ruf, der den Wirtschafts- und Finanzfachmann von seinen bisherigen erfolgreichen Tätigkeiten im Burgenland an den Verteilerkreis begleitete. Die Meinung vieler, wonach er es sich mit seinem neuen Job in jeder Hinsicht verschlechtert habe, teilte Zagiczek als glühender Austrianer natürlich nicht. Er sieht Möglichkeiten, seinen Lieblingsklub weiterzuentwickeln, sehr viel zu bewegen, die Effizienz zu heben, neue Sponsoren, auch internationale, zu lukrieren. Sein Auftreten bedeutete im Vergleich zu seinem Vorgänger jedenfalls einen Quantensprung, wirkte total positiv. Wenngleich er nach vier Tagen natürlich kein Patentrezept, die riesige Schuldenlast von 60 Millionen Euro, bis Februar zu senken, wusste. Er muss eines finden, damit die Austria die Lizenz in erster Instanz bekommt. Das verlangt er sozusagen von sich selbst, ist zudem der große Wunsch oder sogar „Befehl“ von Gollowitzer.

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