Fußball

Fix bei Brentford: Schuster hat sich mit Rekordtransfer belohnt

Zwei Tage vor der letzten Runde ist es hoch offiziell, dass Red-Bull-Salzburgs Sportchef Marcus Mann zwei neue Innenverteidiger finden muss: Nach dem Abgang von Joanne Gadou ist auch der von Jannik  Schuster fix. Der 19 jährige wurde Freitag, einen Tag vor seinem 20. Geburtstag, von Brentford, dem Premier-League-Klub aus dem Südwesten von London, als Neuzugang präsentiert. Brentford, derzeit auf Platz acht, gilt als eine der größten  Talenteschmieden Englands (Kamerun-Legionär Bryan Mbeumo wurde letzten Sommer um 75 Millionen an Manchester United verkauft), war in acht Jahren Premier League nie in Abstiegsgefahr. Der irische Trainer Keith Andrews war letzte Saison Assistent des Dänen Thomas Frank, der inzwischen bei Tottenham entlassen wurde, damals für die Standardsituationen zuständig.

Dem Tiroler Schuster, der vor sechs Jahren in Salburgs Akademie kam, sich nach oben durchkämpfte,  reichten 30 Bundesligaspiele, um in der teuersten Liga der Welt zu landen. Seine größte Stärke ist sein Charakter, er hat auch eine sehr gute Athletik, ist kopfballstark Die Voraussetzungen, um sich in England durchzusetzen. Ein Vernünftiger mit Maturaabschluss in Salzburg und einer Familie, die Entwicklung und Profisport versteht:  Vater Werner war Trainer der österreichischen Skispringer, sein Bruder ist aktiver Skispringer. Schuster sorgte mit 18 Millionen Ablöse, die mit Boni auf 20 Millionen steigen kann,  für den neuen Rekordtransfer eines Österreichers aus der Bundesliga, er hat eine große Chance, sich bei Brentford zu einem besseren Spieler zu entwickeln. Das verdankt er auch seinem Berater Thomas Freismuth: Jetzt hat Österreich zumindest einen Spieler nächste Saison fix in der Premier League.

Schusters Rekordwechsel zeigt auch, dass die Wiener Austria ihren talentierten Innenverteidiger Iffeny Ndukwe letztes Jahr, als Sportchef Thomas Zorn offiziell noch nicht im Amt war, zu früh und zu billig, damit nicht optimal verkaufte. Ndukwe spielt zwar zum Unterschied von Schuster bisher nur zwei Minuten in der Bundesliga, ist auch zwei Jahre jünger, aber Liverpool zahlte nur drei Millionen für einen der herausragenden Spieler der Unter 17-WM. Mit mehr Bundesligainsätzen hätte die Austria für Ndukwe sicher einige Millionen mehr können. Zwischen ihm und Schuster besteht bei der Ablöse ein Unterschied von 15 Millionen. Schuster wird garantiert früher sein Premier-League-Debüt feiern als Ndukwe, der sich über die zweite Mannschaft von Liverpool hocharbeiten muss. Salzburg müßte jetzt dem Vizeweltmeister-Kapitän von Österreichs U17 eine Chance geben, sich als Innenverteidiger im Kader zu etablieren: dem Kärntner Jakob Pokorny, der bisher bei Liefering in der zweiten Liga war.

 

 

Foto: Brentford FC.

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