Fußball

Millionen von Corum: Yusuf Demir „rettete“ Matthias Seidl für Rapid

Yusuf Demir (Bild) hilft Rapid derzeit nicht nur, Spiele zu gewinnen. Wie etwa Sonntag mit Tor und Assist beim 3:1 gegen Sturm. Sondern er verhinderte auch den Abgang von Kapitän Matthias Seidl. Der Salzburger war geneigt, sich mit einem millionenschweren Angebot des türkischen Aufsteigers Corum FK ernsthaft zu beschäftigen, wollte aber von Demir wissen, was ihm in der türkischen Süper Lig alles passieren könnte. Was Demir ihm auf Grund seiner Erfahrungen erzählte, war für Seidl Grund genug, Corum eine Absage zu erteilen. Demir ist auch mit Grund, warum Bruder Furkan, der bei Trainer Hoff Thorup bisher nicht zum Zug kam, trotz einiger Anfragen aus der Bundesliga (speziell von seinem Ex-Klub Hartberg) bei Grün-Weiß bleibt. Derzeit ist er nur die Nummer vier oder  fünf in der Verteidiger-Hierarchie, wie sich Sonntag zeigte. Als Jannes Horn zur Pause w.o. gab, brachte Trainer Hoff Thorup Eaden Roka und nicht Furkan Demir. Jonas Auer saß verletzt auf der Tribüne. Aber Furkan Demir vertraut auf die Zusage Thorups in einem persönlichen Gespräch, dass er eine Chance bekommen wird. Und die möchte er nutzen. Mit dem Bruder für seinen Herzensklub zu spielen, das ist der „Traum“ des soliden Defensivspielers.

Was wird sich bei Rapid bis zum Ende der Transferzeit am Donnerstag tun? Fehlkauf Tobias Gulliksen wollte nicht nach Norwegen zu Lilleström, ließ das mögliche Leihgeschäft platzen. Jetzt wird er in der Türkei angeboten. Bei Romeo Amane wurden die Spekulationen vergrößert. Nicht nur ein Wechsel nach England oder Frankreich soll möglich sein, jetzt auch einer nach Belgien zum FC Brügge. Auch bei Petter Dahl könnte noch etwas passieren. Geschehen ist Montag etwas bei Sturm Graz und WSG Tirol: Sturm verkaufte den 21-jährigen Offensivspieler Amady Camara an FC Randers, den Sechsten der dänischen Superliga, der 700.000 Euro Ablöse zahlte. Letzte Saison war der zweifache Teamspieler von Mali, der im Sommer 2023 nach Graz kam, an Nantes in der französischen Ligue 1 verliehen. Tirols Sportchef Stefan Köck gelang zwei Tage vor dem Nachtrag bei der Wiener Austria die Einigung mit Matthias Taferner, dessen Vertrag im Juni ausgelaufen war und der es sich verbessern wollte. Gelang dem 25-jährigen Mittelfeldmotor offenbar nicht, daher geht es beim bisherigen Klub weiter. Köck ist darüber froh: „Wir standen im stetigen Austausch, er hat uns nie als Verlegenheitslösung gesehen!“

Foto: Yigit Oerme.

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