Eishockey

Alles Gute zum Geburtstag: Jedes Villach-Spiel mit Michael Raffl eine Attraktion!

Alles Gute zum 32. Geburtstag, Michael Raffl! Den feiert der Kärntner, seit 2013 in der NHL bei den Philadelphia Flyers unter Vertrag, Dienstag Abend mit seinem ersten Spiel im Villach-Dress mit der Nummer 12 seit neun Jahren. Live zu sehen bei Sky Austria. Noch dazu im Kärntner Derby gegen den KAC, sofern die Zustimmung des US-Verbands rechtzeitig eintrifft. Die von den Flyers, von General Manager Chuck Fletcher und seinem Assistenten Barry Hanrahan, liegt bereits schriftlich vor. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Flyers Raffl ins Trainingscamp für die neue NHL-Saison einberufen, darf er für Villach spielen. Er hofft, dass er zu Weihnachten noch in seiner Heimat bei seiner Gattin, den zwei Kindern und den Eltern sein wird.

Eine ähnliche Attraktion für die Liga wie jetzt Raffl bedeutete 2012 das kurze Gastspiel von Thomas Vanek in Graz während des NHL-Lockouts. 498 NHL-Spiele absolvierte Raffl bisher, kam dabei auf 160 Scorerpunkte. Die Villacher Stadthalle, in der er Dienstag erstmals ohne Fans spielen wird, ist für ihn so etwas wie sein zweites Zuhause. In der er seit Wochen mit der Mannschaft trainierte. Sein letztes Match im Dress der Flyers liegt fast drei Monate zurück, war am 6. September das 0:4 im Viertelfinale der NHL-Play-offs gegen die New York Islanders in der „Blase“ von Edmonton. Dass sich Villach das Raffl-Gastspiel leisten konnte, machte ein Sponsor möglich, der die Kosten für Versicherung etc. übernahm. Die Österreich-Niederlassung von William Hill, einer der größten englischen Buchmacher, zugleich offizieller Wettpartner der NHL.

Raffl Ansichten über Österreichs Eishockeyszene hat sich über die Jahre nicht geändert. Er ist weiterhin überzeugt, dass zu viele Importe in der Liga sind. Das sagte er schon bei seiner letzten WM mit Österreich, beim Abstieg in Bratislava vor eineinhalb Jahren, als er kritisierte, dass mancher Teamspieler bei seinem Klub nur wenig Eiszeit in der vierten Linie bekommt: „Da lassen sie lieber wieder irgendeinen Pappdeckel spielen!“ Pappdeckel ist der „Insider“-Begriff für Nordamerikaner. Raffl findet das aktuelle Beispiel von Villachs Kärntner Erzrivalen KAC, der wegen der Corona-Umstände Österreicher forciert, derzeit nur sechs Ausländer unter Vertrag hat, sehr positiv. Villach ist nach dem 1:4 beim Tabellenführer Bozen am Sonntag Vorletzter der Liga, der KAC Fünfter.

Raffl dämpft zwar die Erwartungen, aber sicher macht er Villach stärker. Jedes Spiel mit ihm ist für die Liga mit ihrem dichten Spielplan, mit dem sie die Corona-Pause aufholt, eine Attraktion. Fletcher deponierte nur, dass Raffl nicht erschöpft nach Philadelphia zurückkehren soll. Das Programm wird den Routinier an die NHL erinnern: Bis 15. Dezember wären es sieben Matches, die auf ihn warten. Kann sein, dass er nicht alle bestreitet. Ein besonderes Datum wäre der 18. Dezember, an dem Villach die Salzburger Bullen empfängt. Da würde Raffl auf seinen zwei Jahre älteren Bruder Thomas sowie auf Yannic Pilloni, den Sohn seines jahrelangen Beraters treffen. Patrick Pilloni war auch in die erfolgreichen Gespräche zwischen Villach und Philadelphia involviert.

Foto: Philadelphia Flyers.

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