Fußball

Auch bei West Ham zweimal Arnautovic: Fünf Tore in neun Tagen

Marko Arnautovic prolongierte seine Festspiele auch im rot-blauen Dress von West Ham in der Premier League. Lieferte auch dort seinen Doppelpack ab wie acht Tage zuvor bei Österreichs 3:0 gegen Slowenien in Klagenfurt. Da er letzten Dienstag bei Österreichs 4:0 in Luxemburg einmal traf, gab´s in neun Tagen  fünf Arnautovic-Tore. Als ihn Trainer David Moyes beim so wichtigen 3:0 (3:0) im Kellerduell gegen Southampton in der 80.Minute austauschte, gab´s für den Österreicher im Londoner Olympiastadion Standing Ovations von 55.000 Zuschauern.

Es war der erste Sieg für West Ham seit 10.Februar, seit dem 2:0 gegen Watford, bei dem Arnautovic für den Endstand gesorgt hatte. Danach drei Niederlagen hintereinander mit drei Toren Differenz, Fanrandale bei der 0:3-Heimpleite gegen Burnley. Am Ostersamstag feierte West Ham Auferstehung. Diesmal mit drei  Toren Differenz gewonnen. Nach 13 Minuten eröffnete der portugiesische Europameister Joao Mario, eine Leihgabe von Inter Mailand, den Trefferreigen. Vier Minuten später  das erste von zwei Arnautovic-Toren. Nach Joao Marios Flanke scheiterte er zunächst per Kopf an Tormann Alex McCarthy, traf dann im Nachschuss. Nach dem ersten Jubel folgten Gesten und Sprüche in Richtung der Southampton-Betreuerbank. Dort sass erstmals Mark Hughes, der ehemalige Arnautovic-Trainer bei Stoke.  Die Antwort auf die Szenen bei West Hams 3:0 in Stoke im Dezember, als Hughes dem Torschützen Arnautovic nach seinem Austausch beschimpft haben soll.

Der hatte noch eine Antwort parat: In der letzten Aktion der ersten Hälfte ein Volleytor mit rechts nach Flanke von Linksverteidiger Arthur Masuaku. Der zweite Doppelpack von Arnautovic für West Ham nach dem beim 3:3 in Bournemouth am „Boxing Day“ zwei Tage nach Weihnachten. Insgesamt hält er jetzt bei neun Toren, ist der beste  West Ham-Torschütze. Mit dem Heimsieg sprang West Ham von Platz 17 auf 14, liegt fünf Punkte vor der Abstiegszone. Nach dem missglückten Start in die Saison hatte das kroatische Trainerduo mit Slaven Bilic und Nikola Jurcevic, die Arnautovic geholt hatten gehen müssen. Jurcevic, in den Neunzigerjahren Torjäger von Austria Salzburg, hat inzwischen einen neuen Job: Beim überlegenen kroatischen Tabellenführer Dinamo Zagreb.

Nicht nur Arnautovic traf, auch Ashley Barnes, der möglicherweise für Österreichs Team eingebürgert wird. Er sorgte beim 2:1 von Burnley in Birmingham beim Letzten West Bromwich für die 1:0-Führung. Damit hält Barnes bei sieben Toren. Nicht nach Plan lief es für Sebastian Prödl bei Watford: Gegen Bournemouth tausche ihn der spanische Trainer Javi Gracia nach 65 Minuten bei einer 2:1-Führung aus, da der Abwehrchef nach einer gelben Karte in Ausschlussgefahr schwebte. Von der Bank aus sah Prödl, wie Bournemouth in der Nachspielzeit durch den 35jährigen früheren englischen Teamstürmer Jermain Dafoe der Ausgleich zum 2:2 gelang. Beim 2:0 von Leicester in Brighton spielte Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs sieben Minuten, Aleksandar Dragovic gar nicht. Wie bei den Verlierern Markus Suttner. Kein Jubel-Samstag wie für Arnautovic, der zufrieden feststellte: „Das war unsere beste Antwort auf das letzte Spiel gegen Burnley!“

 

 

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