Fußball

Auch gegen Dänemark ohne Kalajdzic, Baumgartner und Lienhart?

Aus organisatorischen Gründen nominierte Österreichs Teamchef Franco Foda schon Dienstag Nachmittag einen Großkader für die ersten drei Spiele in der  WM-Qualifikation zwischen 25. und 31. März. Freitag wird er auf einer virtuellen Pressekonferenz über das Aufgebot für das Match gegen Schottland in Glasgow,  den aktuellen Stand der Personalplanung und den Ablauf des kompletten Lehrgangs reden. Inzwischen hat sich eine neue Gefahr aufgetan: Nämlich, dass auch gegen Dänemark im Happel-Stadion einige  Legionäre aus der Bundesliga nicht zur Verfügung stehen, die nur drei Tage vorher gegen die Färöer spielen könnten. Da stellt sich die Frage, ob es dann Sinn macht, sie nach Wien zu beordern.

Das Problem ist, dass in Deutschland jedes Bundesland andere Corona-Maßnahmen trifft. Für Baden-Württemberg gilt Wien als Hochrisikogebiet. Alle, die aus Wien nach Deutschland kommen, müssen selbst mit negativem Covid-Test zehn Tage in Quarantäne. Stuttgart, Hoffenheim und Freiburg gehören zu Baden-Württemberg. Was bedeutet: Sollten Sasa Kalajdzic (Bild oben), Christoph Baumgartner, Florian Grillitsch, Stefan Posch oder  Philipp Lienhart gegen Dänemark spielen, geht sich das bis zum nächsten Bundesligaspiel mit der Quarantäne nicht aus. Das heißt: Stuttgart müsste gegen Werder Bremen auf „Torgarant“ Kalajdzic verzichten,  Hoffenheim in Augsburg auf Baumgartner und Grillitsch, Freiburg bei Mönchengladbach auf Lienhart. Und daher haben die Vereine für das Dänemark-Spiel keine Abstellpflicht.

ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold erklärte Montag, man stehe mit allen Vereine, bei denen österreichische Teamkandidaten  unter Vertrag stehen, habe sie mit Hinweis auf das strenge Hygienekonzept beim Nationalteam samt Tests gebeten, bei den Behörden um eine Ausnahmegenehmigung die Nationalspieler vorstellig zu werden. Selbst wenn sie das tun, sind die Chancen darauf gleich null. Deutschland lässt nicht einmal seine Teamspieler, die in England unter Vertrag stehen (Ilkay Gündogan, Timo Werner, Kai Havertz) ins Land. Nur hat Jogi Löw wesentlich mehr Alternativen als Foda.

 

Foto: VfB Stuttgart.

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