Fußball

Einer von sieben Neulingen für Glasgow: Mit Kara ist alles klar

Von den 43 Mann, die Franco Foda drei Tage früher als erwartet für die ersten drei Qualifikationsspiele zur WM 2022 in Katar nominierte, fallen gleich 19 für den Start in Glasgow aus. Alle Deutschland-Legionäre, auch wenn sie derzeit noch verletzt sind (Martin Hinteregger, Karim Onisiwo) oder nach ihrer  Corona-Erkrankung noch kein Spiel absolvierten (Stefan Posch). Bleiben 24  für das Duell in Schottland übrig. Von denen sind sieben Legionäre. Einer von ihnen gehört zu den sieben Neulingen, die ein Thema für das Match im Hampden Park sind, nämlich Watford-Tormann Daniel Bachmann. Die meisten Neulinge stellte Rapid. Links-Verteidiger Max Ullmann, Kapitän Dejan Ljubicic, der 17 jährige Yusuf Demir und Ercan Kara absolvierten bisher ebenso kein Länderspiel wie Innenverteidiger David Nemeth, die 19 jährige  Mainz-Leihgabe bei Sturm Graz und Salzburgs Defensivspieler Albert Vallci Kara schaffte als einziger  Stürmer aus der österreichischen Bundesliga den Sprung in den Großkader. Spricht für seine herausragende Entwicklung seit 14 Monaten. ÖFB-Sportchef Peter Schöttel informierte ihn Dienstag telefonisch von der Einberufung, die Kara (Bild oben) als Ehre empfand. Er hörte das, was er hören wollte. Damit sind auch alle Diskussionen, ob der in Wien geborene vielleicht für die Türkei, die Heimat seiner Eltern spielen wird, vom Tisch. Und welche Kommentare es darüber in den türkischen Medien geben wird, interessiert ihn sicher nicht wirklich.

Die meisten Neulinge kommen von Rapid, die meisten Spieler im Kader für Glasgow vom LASK. Mit Tormann Alexander Schlager, den Innenverteidigern Gernot Trauner und  Philipp Wiesinger, den Mittelfeldspielern Reinhold Ranftl, Thomas Goiginger und Husein Balic. Das sind sechs, die aber zusammen nur elf Länderspiele haben. Der gesamte Kader kommt nur auf 127 Einsätze im Teamdress, im Schnitt 5,3. Die meisten hat Basel-Tormann Heinz Lindner (28), von den Feldspielern der nach fünfeinhalb Jahren zurückgekehrte Jakob Jantscher mit 23. Sein letztes bestritt der mittlerweile 32 jährige 2016 im Stade de France von Paris beim 1:2 gegen Island, beim Abschied  von der  Europameisterschaft. Nach längerer Zeit wieder dabei sind auch Ex-Rapid-Kapitän Stefan Schwab, jetzt Legionär bei Paok Saloniki, und Sturm-Kapitän Stefan Hierländer. Der 30 jährige Schwab absolvierte sein bisher einziges Länderspiel im November 2017, das war das erste der Ära Foda. Beim 2:1 gegen Uruguay spielte er nur drei Minuten. Hierländer kam 2018 zu drei Kurzeinsätzen über insgesamt 32 Minuten.

Interessant ist auch die Entscheidung in der Tormannfrage. Salzburgs Cican Stankovic, bisher immer dabei, wenn er fit war, findet sich ebenso wie Rapids Richard Strebinger nur auf Abruf bereit. Fiel damit aus den Top fünf der Teamkandidaten im Tor hinter Schlager, Lindner, Neuling Bachmann, Jörg Siebenhandl von Sturm und Wolfsburgs Reservist Pavao Pervan. Gar nicht nachvollziehbar ist, dass Austrias Patrick Pentz nicht zu den sieben besten österreichischen Torhütern zählen soll. Der Sky Sport Player Index, sprich die Statistik, verrät ganz etwas anderes.  Bei den Spielern auf Abruf gibt´s fünf Legionäre und zehn aus der Bundesliga. Von den 15 sind elf Neulinge.  Bei den Legionären Manuel Prietl von Arminia Bielefeld, Romano Schmid von Werder Bremen, Kevin Stöger von Mainz und Hannes Wolf von Borussia Mönchengladbach, von den österreichischen Klubs Emanuel Aiwu vom Letzten Admira, Wolfsbergs Innenverteidiger Dominik Baumgartner, Rapids Routinier Max Hofmann, Sturms Mittelfeldspieler Ivan Ljubic, Peter Michorl vom LASK, der Rapidler Thorsten Schick und Marco Grüll von Ried. Damit gehören sie zu den Top 60 in Fodas aktueller Rangliste.

Foto: Wien Energie/Gepa.

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