Fußball

Bei Innenverteidigern wird es sogar für Salzburg eng

Samstag in Wolfsberg, Mittwoch darauf in der Champions League daheim gegen Frankreichs Meister Lille, vier Tage später noch ein Heimspiel gegen den LASK. Das ist das Programm von Red Bull Salzburg bis zur Länderspielpause. Begleitet von ungewohnten Personal-Engpässen. Die sechs Ausfälle für das Spiel in Wolfsberg wären an und für sich bei Salzburgs Kader noch kein Problem, würden nicht vier davon das Abwehrzentrum betreffen. Binnen drei Tagen verlor der Tabellenführer ohne Fremdverschulden zwei Innenverteidiger auf Monate, praktisch für den Rest dieses Jahres: Sonntag erlitt Oumar Solet gegen Rapid einen Meniskusriss, Mittwoch der Pole Kamil Piatkowski beim 8:0 gegen Kalsdorf einen Bruch des rechten Knöchels, muss operiert werden. Dazu fehlt Max Wöber in Wolfsberg wegen muskulärer Problem im Oberschenkel, kommt der Langzeitausfall von Albert Vallci.

Salzburg hat noch zwei Innenverteidiger im Kader. Den routinierten Jerome Onguene und den 18 jährigen, in Houston geborenen Schweizer Bryan Okoh (Bild oben). Den kaufte Salzburg vor zwei Jahre von Lausanne um zwei Millionen Euro, was zeigt, dass Sportchef Christoph Freund von Okohs Talent überzeugt war. Onguene war nach seiner Rückkehr vom FC Genoa zum Saisonbeginn noch der vierte Innenverteidiger, der 1,87 Meter große Okoh noch Kooperationsspieler, der bisher in der U 19, der Youth League-Mannschaft sowie in der zweiten Liga bei Liefering zum Zug kam. In 32 Spielen. Dort war im Frühjahr Matthias Jaissle, der den Youngster mit der Nummer drei  Mittwoch im Cup bei den Bullen debütieren ließ: „Okoh hat außerordentliche Fähigkeiten, ist eine Alternative, auf die man sich verlassen kann“, lobte Jaissle. Eine andere Möglichkeit als  Okoh wäre der routinierte Brasilianer Bernardo, der sich nach Knieproblemen wieder zurückmeldete. Bei ihm fällt die Entscheidung erst am Spieltag. Wöber stieg Freitag wieder ins Training ein.Bei ihm könnte es sich für die Champions League gegen Lille ausgehen. Er wird sicher nicht nochmals den Fehler wie in Sevilla begehen, nicht topfit ins Spiel zu gehen und dann weit unter seinem gewohnten Niveau zu bleiben.

In Wolfsberg geht es Samstag auch um Rekorde: Zwölf Siege hintereinander schaffte Salzburg zuletzt hintereinander von Dezember 2013 bis März 2014 unter Roger Schmidt. Der 13. Sieg wäre neuer Klubrekord, würde die Marke der Wiener Austria aus dem Jahr 1985 einstellen. Mit dem würde nur noch eine Sieg auf Rapids Rekord vor 34 Jahren fehlen. Gewinnt Salzburg in der Lavanttal-Arena, wäre es der achte Auswärtssieg in Folge. Die Österreichs Topklub zuvor noch nie gelangen. Mehr Auswärtssiege in Folge feierte nur die Austria 1983 (zehn) und 1985 (zwölf) sowie der LASK 2019/20 unter Oliver Glasner und Valerien Ismael (zwölf). Jaissle wäre der erste Trainer von Salzburg, der in den ersten neun Runden neun Siege feierte. Jesse Marsch erlitt letzte Saison in der neunten Runde den ersten Punkteverlust.

Salzburg verlor in der Bundesliga nur zwei der vergangenen Spiele gegen Wolfsberg. Zuletzt im Grunddurchgang der letzten Saison am 20. Dezember 2020 daheim 2:3 (0:0). Von Salzburgs damaliger Startelf wird Samstag aber vermutlich nur Rasmus Kristensen beginnen. Die zweite Möglichkeit wäre Noah Okafor.

 

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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