Fußball

„Bibi“ eliminierte Hütter und Hinteregger aus dem Videokeller: „Wir sind enttäuscht und stolz!“

Fünf Minuten lang durften Adi Hütter, Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker in der Münchener Allianz-Arena hoffen, das Unmögliche möglich zu machen,  mit Eintracht Frankfurt Bayern München sensationell im Pokalsemifinale auszuschalten und am 4. Juli in Berlin das  Endspiel gegen Bayer Leverkusen zu bestreiten. Doch dann machte „Bibi“ alles zu Nichte. „Bibi“ ist der  Spitzname von Bibiana Steinhaus, der ersten Bundesligaschiedsrichterin (Bild oben). Die sass Mittwoch Abend als Videoreferee im Kölner Keller und machte die Abseitsanzeige des Scheidsrichterassistenten bei Robert Lewandowskis Siegestor zum 2:1 (1:0) wieder ruckgängig. Entschied, dass der Kanadier Alphonso Davies beim Pass zum Polen auf gleichen Höhe mit Hinteregger stand, aber nicht im Abseits. Bitter für die drei Österreicher, Hütter nannte nach seinem 100. Pflichtspiel als Eintracht-Trainer Bayerns entscheidenden Treffer unglücklich. Denn vor der Tatsache, dass die Frankfurter  in der zweiten Hälfte Bayern alles abverlangten, die bessere Mannschaft mit phasenweise mehr Ballbesitz waren, wie es Hütter nannte, können sie sich nichts kaufen.

Hinteregger begann im Abwehrzentrum, Ilsanker im defensiven Mittelfeld. Als er den Kroaten Ivan Perisic aus den Augen verlor, nützte der dies zu Bayerns Führungstreffer. Mit dem 0:1-Pausenrückstand gegen die dominanten Bayern war Eintracht noch gut bedient. Aber warum auch immer, nach der Pause wendete sich das Blatt. Nach 69 Minuten ballte Hütter in seiner Coaching Zone die Faust. Der von ihm kurz davor eingewechselte Danny da Costa erzielte den Ausgleich. Doch fünf Minuten später lag Bayern via „Bibi“ wieder in Führung und gab die nicht mehr er. Auch wenn die Videoentscheidung korrekt war, es war bitter für Eintracht: „Wir haben alles probiert, heute wäre eine Überraschung möglich gewesen“, trauerte Hütter seinem ersten Pokalfinale in Deutschland nach, „wir sind alle enttäuscht, aber auch stolz,weil uns niemand diesen Auftritt zugetraut hätte!“ Hinteregger glaubt sogar, „dass wir Bayern am Rand einer Niederlage brachten, weil wir nach der Pause mutig nach vorne verteidigten!“ Half aber alles nicht, weil „Bibi“ genau hinschaute.

Somit bleibt das Samstag-Spiel gegen Hertha BSC das einige in dieser Saison, das Hütter, Hinteregger und Ilsanker im Berliner Olympiastaion bestreiten werden. Das Finale bringt ein Duell von Favorit David Alaba gegen Julian Baumgartlingr und Aleksandar Dragovic. Sofern sie von Trainer Peter Bosz aufgestellt werden sollten. Für Leverkusen bietet sich die Chance auf den ersten Titel seit 27 Jahren.

Foto: Bild.de.

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