Fußball

Burgstaller am „Kiez“ beim Kultklub St.Pauli! Magath tauschte auch in Würzburg den Trainer aus

Beide Vereine, bei denen Felix Magath als von Sponsor „Flyeralarm“ eingesetzter Fußballchef agiert, liegen in einer Momentaufnahme an letzter Stelle. Die Admira in Österreichs Bundesliga, Kickers Würzburg in der zweiten deutschen Liga. So wie er es in der Südstadt schon dreimal tat, tauschte Magath jetzt auch in Würzburg den Trainer aus. Nach einem 2:3 im Pokal gegen Hannover, einem 0:3 zum Zweitligastart gegen Erzgebirge Aue und einem unglücklichen 0:1 bei Fortuna Düsseldorf mit verschossenem Elfmeter in der Nachspielzeit musste Michael Schiele, der die Kickers in die zweite Liga gebracht hatte, gehen. Die Begründung hörte man auch schon ähnlich in der Südstadt. Etwa nach der Trennung von Klaus Schmidt im Februar. Nach einer gründlichen Analyse sei man zur Ansicht gekommen, nur mit einem neuen Impuls die angestrebten Ziele erreichen zu können. Der Nachfolger war auch in Würzburg wie schon dreimal bei Admira, bei der  Sportchef Franz Wohlfahrt Montag Abend auf „Sky“ betonte, sehr froh zu sein, dass „Felix die Seile in der Hand hält“, bald gefunden. In Würzburg heißt er Marco Antwerpen, der bei Eintracht Braunschweig trotz Aufstieg in die zweite Liga hatte gehen müssen. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit Magath.

In der zweiten Liga wird man künftig einen Österreicher mehr sehen: Guido Burgstaller wechselt von Schalke zum Hamburger Kultklub St. Pauli, der nach zwei Runden auf Platz drei liegt. Das Stadion am Millerntor liegt genau neben dem berühmten Hamburger Kiez. Das  „Malochen“, mit dem der Kärntner  auf Schalke ab Jänner 2017 zum  Publikumsliebling wurde, der Kampfstil des inzwischen 31 jährigen Ex-Rapidlers passt genau zu dem, was die St. Pauli -Fans sehen wollen. Klubs, die von Emotionen leben passen zu Burgstaller. Zu St. Pauli lotste ihn Sportchef Andreas  Bornemann, der vor fünf Jahren für den 1. FC Nürnberg gearbeitet und Burgstaller von Cardiff zu dem Traditionsklub in die zweite Liga geholt hatte. Im Jänner 2017 wechselte der Stürmer nach 14 Toren im Herbst bei Nürnberg eine Etage höher zu Schalke, hatte dort starke eineinhalb Jahre. Letzte Saison erzielt er bei 21 Einsätzen kein Tor und wurde fallen gelassen. Vor drei Wochen versetzte ihn der am letzten Sonntag beurlaubte Trainer David Wagner zur zweiten Mannschaft.

Burgstaller hatte bei Schalke einen Vertrag bis 2022, zählte zu den Topverdienern. Um ihn zum Wechsel zu bewegen, bekam er von Sportvorstand Jochen Schneider die kostenlose Freigabe zugesichert, dazu eine Abfertigung. Dienstag absolviert Burgstaller  in Hamburg bereits den Medizincheck, Mittwoch präsentiert ihn der 14. der vergangenen Saison als bisher prominenteste Neuerwerbung. Burgstaller wird bis 2023 unterschreiben.

Foto: FC Schalke 04.

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